Parademarsch

15 05 2013

„Das geht gar nicht. Das ist unmöglich!“ „Was stört Sie denn an dem Vorschlag?“ „Können Sie sich das vorstellen? Deutschland ohne Armee?“ „Wieso, bis jetzt hatten wir doch auch bloß die Bundeswehr.“

„Jetzt bleiben Sie doch mal realistisch, man kann die Bundeswehr nicht einfach so abschaffen.“ „Hat auch keiner gefordert.“ „Das Ende der Wehrpflicht war doch schon ein Schritt in diese Richtung.“ „Wäre Ihnen eine Privatisierung mit zurückgeleasten Panzern lieber gewesen?“ „Groß ist der Unterschied jedenfalls nicht mehr.“ „Seien Sie doch froh, keiner braucht heute mehr eine Armee für Angriffskriege.“ „Die Bundeswehr war sowieso immer eine Armee zur Verteidigung.“ „Für Rohstoffe.“ „Was unterstellen Sie denen?“ „Der Bundeswehr? Nichts, die handeln doch sowieso nur auf Befehl.“

„Jetzt stellen Sie sich mal so eine Zivilarmee vor – scheußlich! Allein der Gedanke daran!“ „Was stört Sie denn nun wirklich?“ „Stellen Sie sich das doch mal vor, keine Uniformen mehr.“ „Wer hat denn gesagt, dass wir die Uniformen abschaffen?“ „Ach, ich dachte, wenn die nicht mehr…“ „Dann können die doch weiter Uniform tragen. Wird doch preiswerter, wenn alle dieselbe Dienstkleidung anhaben. Außerdem findet man sie dann schneller.“ „Und was machen die dann?“ „Was Soldaten eben machen. Auf fremde Leute schießen, Vaterland verteidigen, so Sachen halt.“ „Wie soll das denn gehen? Sie wollen doch die alle zurückholen aus Afghanistan, und für die anderen Einsätze möchten Sie doch auch nicht, dass da noch einer ausrückt.“ „Ja und? Das lässt sich heute doch alles viel flexibler gestalten. Sagt doch unser Minister auch.“ „Was sagt de Maizière?“ „Dass die Zukunft der Truppe in den nicht bemannten Flugkörpern liegt.“ „Die Bundeswehr wird eine Drohnenarmee?“ „Nein, das wäre zu wenig. Aber die Dinger helfen uns, endlich wieder ein attraktiver Arbeitgeber zu werden.“

„Wie stellen Sie sich das vor? Dienst an der Waffe ist jetzt Dienst am Schreibtisch? Wird der Krieg jetzt nur noch in der Kaserne geführt?“ „Keineswegs.“ „Gut, dann bin ich ja beruhigt, ich hatte schon gefürchtet, dass…“ „Die Steuerung lässt sich inzwischen viel leichter übers Internet erledigen.“ „Wie bitte!?“ „Sie haben richtig gehört. Wir verlegen die Arbeitsplätze kostengünstig zu den Truppenangehörigen.“ „Was ist denn das für eine bescheuerte Idee?“ „Homeoffice Security, wenn Sie so wollen.“ „Wer hat sich diesen Mist ausgedacht?“ „Jetzt regen Sie sich doch nicht künstlich auf, das ist in jeder Hinsicht eine der besten Entwicklungen für die Bundeswehr.“ „Weil Sie jetzt Ballerspiele statt einer vernünftigen Verteidigungsarmee in die internationalen Konflikte schicken.“ „Unsinn. Außerdem erhöhen wir mit Heimarbeit die Frauenquote. Das schaffen die DAX-Konzerne nie in dem Tempo.“ „Was reden Sie da überhaupt? Machen Sie sich etwa über unsere tapferen Soldaten in den Krisengebieten lustig!?“ „Jetzt nässen Sie sich mal nicht ein.“ „Ich verbitte mir das, Sie Vaterlandsverräter!“ „Aber sonst alles in Ordnung, Alterchen? Das machen wir doch, um Deutschlands Wehrkraft aufrechtzuerhalten.“ „Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“ „Als führende Exportnation können wir es uns nicht leisten, Schwäche zu zeigen. Arbeitsplätze! De Maizière denkt eben noch an die Schleckerfrauen, die von der Leyen nicht in die Kitas geröslert kriegt.“

„Sie wollen mir jetzt also weismachen, dass die Truppe künftig aus Fernlenkerbataillonen besteht.“ „Ach wo, so ein bisschen Luftwaffe müssen wir ja auch noch machen.“ „Falls die Bundeskanzlerin auf Staatsbesuch ist?“ „In erster Linie, damit Westerwelles Geschäftsfreunde nicht auf eigene Kosten zur Arbeit fliegen müssen. Aber das läuft so nebenher. Wie die protokollarischen Aufgaben. Und was halten Sie eigentlich von einer Palastwache?“ „Sie meinen Bundeswehrsoldaten, die vor dem Reichstag im Stechschritt marschieren? Das ist echt widerwärtig, wir sind hier nicht in Nordkorea!“ „Haben Sie noch alle Latten am Zaun? Natürlich als Ehrenformation vor Schloss Bellevue.“

„Und sonst?“ „Parademarsch.“ „Wollen Sie die Truppe jetzt zur Eventagentur degradieren?“ „Wer sagt denn das? Schließlich haben wir immer noch das Musikkorps.“ „Sie wollen, dass sie die ganze Zeit Blasmusik spielen? Das hält man ja im Kopf nicht aus!“ „Jetzt machen Sie mal nicht so eine Welle, das erhöht schließlich die allgemeine Akzeptanz bei der Bevölkerung.“ „Sie meinen, ab sofort marschiert die Bundeswehr den ganzen Tag lang durch die Republik und spielt flotte Weisen?“ „Warum nicht?“ „Entschuldigung, aber das ist ja vollkommen bescheuert!“ „Was stört Sie denn daran? Auf die Art sehen die Leute wenigstens mal den Wehretat bei der Arbeit. Mit den Flugobjekten, die die Regierung sonst von den Amis kauft, klappt das ja nicht immer so reibungslos.“ „Soll das eine reine PR-Maßnahme werden?“ „Was hatten Sie denn gedacht? Akustische Kriegführung?“ „Hören Sie mit den blöden Scherzen auf, ich frage mich nur gerade, was das mit den Kernaufgaben einer Armee zu tun haben soll.“ „Repräsentation. Und damit es ab und zu etwas nach Schießpulver riecht, dürfen sie Smoke on the Water tröten, wenn die Kanzlerin mal wieder uneingeschränktes Vertrauen in einen unwissenschaftlichen Mitarbeiter gehabt hat.“ „Und wie soll das Ganze heißen?“ „Na wie wohl. Pipes and Drones.“

„Das kriegen Sie nie durch.“ „Meinen Sie?“ „Niemals kriegen Sie das durch.“ „Ach, da wäre ich mir mal nicht zu sicher. Wir haben da schon einen guten Plan.“ „Sie wollen es der Regierung als alternativlos verkaufen oder als Sparplan oder als, hier, Dings – Aufschwung?“ „Ach was, viel besser. Wir sagen ihnen einfach, ab jetzt macht die Bundeswehr routinemäßig Einsätze im Innern.“





Leben am Limit

14 05 2013

„… sich der SPD-Vorsitzende Gabriel für ein generelles Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde auf Bundesautobahnen ausgesprochen. Er erhoffe sich dadurch eine Versachlichung der Debatte um den…“

„… bereits sehr schwierig, da Gabriel den Kanzlerkandidaten auf 180 gebracht habe, so dass eine gemeinsame Lösung…“

„… müsste nach Ramsauers Ansicht erst der Zustand der Straßen und Brücken verbessert werden. Danach könne man andere Unfallursachen beseitigen, jedoch erst ab…“

„… ablehnende Haltung der FDP. Geschwindigkeitsbeschränkungen führten, wie man an Österreich, Italien und Finnland sehen könnte, direkt in eine stalinistische…“

„… sei eine Debatte um das Tempolimit zwar grundsätzlich eine richtige Idee, Gabriel werde sich aber nicht durchsetzen können, dadurch die Agenda 2010 ganz aus dem Wahlkampf heraushalten zu…“

„… ob Gabriel sich möglicherweise nur falsch ausgedrückt habe. Es sei nicht auszuschließen, dass er eine Entschleunigung für Lohnerhöhungen…“

„… sehe der ADAC keine höheren Unfallzahlen in anderen EU-Ländern, die bereits über eine Tempobegrenzung verfügten. Im Umkehrschluss werde nach Expertise des Autoclubs ein Limit zu sprunghaft ansteigenden…“

„… könne ein Tempolimit auch wichtige gesellschaftliche Diskussionen anstoßen, beispielsweise die Verlagerung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs auf Busse und…“

„… habe Gabriel auch deshalb den Vorschlag gemacht, um das bürgernahe Profil des Kandidaten Steinrück nachhaltiger in der Öffentlichkeit…“

„… sei die SPD auch für die Autoindustrie ein jederzeit zuverlässiger Partner, der auf keinen Fall gegen die Interessen der Werktätigen…“

„… dass unter dem aktuellen Spardiktat ohnehin nur deutsche Autos exportiert würden, die eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h…“

„… dass Gabriel eventuell eine unglückliche Wortwahl benutzt habe. Es sei denkbar, dass er eine verstärkte Schuldenbremse…“

„… habe Sarrazin anhand einer privaten Genanalyse herausgefunden, dass der Führer die Autobahnen für Spitzengeschwindigkeiten von…“

„… dass ein Tempolimit nur dann sinnvoll sei, wenn durch zusätzliche Kontrollen ein Mehr an Bußgeldern den Haushalt…“

„… betone Steinbrück außerdem, unter seiner Kanzlerschaft werde auch die untere Mittelschicht ungehindert mit ihren Ferraris auf den…“

„… habe die Leitung der Kampagne bestätigt, neben einer Designprofessorin und einem demnächst nicht mehr zur Gewerkschaft gehörenden Gewerkschafter gebe es keinen kompetenten Ansprechpartner im Kompetenzteam, der für den deutschen Straßenverkehr…“

„… da die deutschen Autos bereits jetzt die sichersten der Welt seien. Die AfD fordere daher den schrittweisen Ausstieg aller ausländischen Autobauer aus dem deutschen Straßenverkehr, um die Kosten nicht einseitig auf den Staat…“

„… sich die SPD spontan entschlossen habe, den ungeliebten Slogan Das Wir entscheidet durch die Formulierung Leben am Limit zu…“

„… gebe es bereits die ersten Gespräche zwischen SPD und Deutscher Telekom AG, ob eine gemeinsame nationale Drosselung nicht als…“

„… habe Gabriel ursprünglich vorgehabt, den deutschen Verkehrsablauf zu verbessern, damit alle Arbeitssuchenden morgens noch schneller bei den JobCentern…“

„… nach Berechnungen des ADAC zu einer längeren Straßenverweildauer führen, die zwangsläufig zur Einführung und der gleichzeitigen Erhöhung der Autobahnmaut…“

„… empfehle Steinbrück, das Tempolimit durch die Anpassung der Richtgeschwindigkeit auf 200 km/h zu ersetzen. Durch den beschleunigten Fließverkehr verteile sich die Schadstoffbelastung erheblich schneller als…“

„… in den Landesverbänden bereits positiv aufgenommen worden. So werde der Hauptstadtflughafen bereits mit verminderter Geschwindigkeit…“

„… würde ein Tempolimit keine positiven Effekte aussenden. Man sehe bereits am Reformstau, je schneller sich eine Gesellschaft fortbewege, desto weniger beschäftige sie sich mit den Konsequenzen des…“

„… habe Grube empfohlen, das Problem eher strukturell zu lösen. Schon der Einbau einer Klimaanlage in alle deutschen Autos könne in den Sommermonaten zu erheblichen Verzögerungen…“

„… verteile sich durch Vollgas auch der Verkehrslärm, was in den Innenstädten noch immer nicht befriedigend gelöst…“

„… sorge ein Tempolimit zwar für mehr Sicherheit m Straßenverkehr, gleichzeitig aber für einen Arbeitsplatzabbau in der Sicherheitsbranche, die nicht mehr genügend…“

„… die Zahl der Unfalltoten ohnehin rückläufig seien. Gerade im Hinblick auf das deutsche Bestattungswesen wolle die Sozialdemokratie eine nachhaltige…“

„… drohe ein Teil der Sportwagenfahrer zum Rasen ins Ausland zu fahren, was erhebliche Mindereinnahmen an Mineralölsteuern…“

„… dass Gabriel beim Zurückrudern eine Geschwindigkeitsüberschreitung…“





Gottvertrauen

13 05 2013

„Warum wir Sie dafür ausgesucht haben? Sie seien schließlich der Innenminister? Das ist es ja auch. Religion wird in diesem Land immer noch als Teil der Kultur verstanden, und Sie sind schließlich der Innenminister. Warum wir diese Konferenz einberufen haben? Was weiß ich, mit wem sollen wir denn übers Christentum in Deutschland reden? Etwa mit den Gemeinden?

Vergessen Sie das mal ganz schnell wieder. Man redet über eine Religion, aber doch nicht mit deren Angehörigen. Wäre ja noch schöner. Was haben Sie eigentlich bisher gemacht? Den Sicherheitsbeamten beim Regieren zugesehen?

Das mit der Gleichstellung macht doch auch erst Spaß, wenn man es konsequent zu Ende führt. Wir brauchen diese Christentumskonferenz einfach. Und kommen Sie mir nicht mit Kirchentag – das ist eine selbst organisierte Veranstaltung religiöser Gruppen, die da nichts anderes predigen als ihre eigene Weltanschauung, das können wir nicht als Ersatz anerkennen. Politiker? Die Bundeskanzlerin? Ich bitte Sie, die schiebt doch ihre Tränensäcke bei jedem Schützenfest vorbei, das sie nicht rechtzeitig ausgeladen kriegt. Das ist kein Argument. Sie sind im Besitz der deutschen Leitkultur? Lassen Sie sich nicht in der Öffentlichkeit mit solchen Aussagen erwischen. Wie schnell wird man als Terrorist gehandelt.

Sie haben da doch diese Datei, in der alle drin sind, denen man bisher noch keine Straftaten nachweisen konnte, die Sie aber trotzdem für ganz gefährlich halten, weil Sie nicht wissen, warum? Und Sie wollten schon immer mal Gefährder in religiösen Netzwerken suchen? Das wäre jetzt Ihre Gelegenheit. Dann müssen wird endlich nicht mehr zusehen, wie die erzbischöflichen Ordinariate ihre pädophilen Angestellten von Diözese zu Diözese schieben. Und falls da einer Probleme mit dem Steuerrecht bekommt, können Sie auch ermitteln. Schnell und unbürokratisch.

Es geht uns wie gesagt um Integration. Man muss ja in dieser Gesellschaft alle Randgruppen mitnehmen, auch wenn es schwerfällt. Sehen Sie, die SPD hat das mit Sarrazin auch geschafft, da werden wir doch das Christentum irgendwie in der Gesellschaft verankert bekommen, oder? Sie haben da etwas nicht richtig verstanden. Das Christentum in der Gesellschaft. Nicht andersherum.

Natürlich haben wir uns genau ausgesucht, wen wir da einladen, Herr Innenminister. Wir wollen da Maßstäbe für die Integration setzen. So ähnlich wie Sie. Deshalb haben wir sämtliche Randgruppen eingeladen, Kreationisten, Antimodernisten, ein paar Piusbrüder, die Glaubenskongregation – das hieß mal Inquisition, aber was da auf dem Türschild steht, ist uns wurst – und die guten alten Exorzisten. Wir wollen ja durchaus integrieren, und das macht man nun mal am besten mit denen, bei denen man weiß, dass sie es bitter nötig haben. Wollen Sie mit einem lutherischen Dorfpastor über die Trennung von Staat und Kirche diskutieren? Na also. Außerdem sieht es im Fernsehen viel schöner aus, wenn da irgendwelche Knalltüten sich anschreien, wer mit wem wo Oblaten essen darf, ohne aus dem Verein rauszufliegen.

Nein, natürlich wollen wir Sie nicht auf ein paar katholische Hassseiten reduzieren oder auf diese Wirrköpfe, die regelmäßig fundamentalistische Protestmärsche machen, weil ihnen der Gesetzgeber ein Dorn im Auge ist. Das ist sicher auch nur eine verschwindend geringe Minderheit, die nicht in Ihrem Namen spricht. Die haben mit der religiösen Botschaft des Christentums nichts zu tun, sie instrumentalisieren eine nicht von der Mehrheit der Gläubigen getragene Anschauung für allgemein demokratiefeindliche Ziele und verüben regelmäßig Straftaten gegen ihre eigenen Leute – das ist nicht das Christentum, das wissen wir doch. Aber wir verfahren halt so, wie Sie das vorgemacht haben, wir schieben Ihnen die Schuld dafür in die Schuhe. Wenn das im Namen der christlichen Religion passiert, machen wir nicht die christliche Religion dafür verantwortlich, das wäre gegen die religiöse Toleranz; wir machen nur die dafür verantwortlich, die sich ebenfalls zum Christentum bekennen. Hilft nichts? Ja, kann sein. Ist aber immer so mit der Sicherheitspolitik. Wenn nicht mehr als doppelt so viel kaputtgeht wie vorher befürchtet, dann war es ein Erfolg.

Es geht nicht nur um den Religionsunterricht. In erster Linie geht es uns darum, dass Sie Ihre Finger aus den anderen Ausbildungsinhalten raushalten. Sie können ja gerne an die Arche Noah glauben und an diesen ganzen Krempel, aber lassen Sie uns Geschichte und Erdkunde ohne göttlichen Heilsplan unterrichten. Wir lassen Ihnen das Gottvertrauen. Sie lassen den Bürgern ihr Vertrauen in den Staat.

Doch, da haben Sie recht. Integration ist keine Einbahnstraße. Da muss von beiden Seiten etwas passieren. Sehr nett hat das ja damals dieser Herr Ratzinger gemacht. Und seine deutschen Bischöfe haben da auch ganz hübsch sekundiert, als sie behauptet haben, es könne ohne Christentum gar keine funktionsfähige Moral in diesem Staat geben. Das hätte man vielleicht ein bisschen weniger deutlich formulieren können, aber wir haben es kapiert. Integration ist keine Einbahnstraße. Das ist eine Sackgasse, in der man noch mal so richtig Gas gibt.

Sie mögen nicht? Schade. Wir haben alles versucht, Herr Innenminister. Vielleicht überdenken Sie unser Angebot, wenn wir demnächst die Parteien unter die Lupe nehmen.“





Wahrsager

8 05 2013

„Wie, Wahrsager? Ausgerechnet Sie?“ „Warum denn nicht?“ „Sie sind doch Sozialdemokrat.“ „Bin ich gar nicht.“ „Wieso?“ „Ich bin schließlich in der SPD.“ „Meinetwegen, aber deshalb sind Sie noch lange kein Wahrsager.“ „Doch. Wir sagen ab jetzt einfach die Wahrheit.“

„Entschuldigen Sie mal, das ist doch…“ „Richtig, das ist unsere Lebensversicherung.“ „… völliger Unfug, wollte ich sagen.“ „Nein, das ist der einzige Ausweg.“ „Sie können doch nicht einfach die Wahrheit sagen.“ „Wer hindert uns denn?“ „Nicht wer, sondern was. Die Wahl.“ „Warum die Wahl?“ „Weil man vor einer Wahl immer lügt. Das ist so, das gehört eben dazu.“ „Und deshalb wählt man die, die am besten lügen?“ „Nein, aber…“ „Also Sie wissen es auch nicht.“ „Da muss doch etwas dran sein, dass alle vor der Wahl immer diese haltlosen Versprechungen machen und dem Volk erzählen, dass es schon nicht so schlimm wird mit der Mehrwertsteuer.“ „Und deshalb machen wir das jetzt auch, was?“

„Jetzt wüsste ich aber schon mal gerne, warum Sie denn unbedingt den Wählern reinen Wein einschenken wollen. Das bringt Ihnen doch nur miese Umfragewerte ein.“ „Sie sind ja mal ein ganz kluges Köpfchen.“ „Und wenn Sie sich nicht vorsehen, dann hat die SPD überhaupt keine Chance mehr.“ „Donnerwetter.“ „Und dann war’s das mit dem Wahlsieg.“ „Was Sie nicht sagen.“ „Nehmen Sie mich überhaupt ernst?“ „Nehmen Sie mich denn ernst?“ „Warum denn nicht?“ „Weil Sie sich ganz schön naiv anstellen.“ „Aber Sie werden die Wahl wirklich verlieren, wenn…“ „Warum, denken Sie, haben wir Steinbrück zum Kandidaten gemacht?“

„Das muss ich jetzt aber echt erstmal verkraften. Sie meinen, Sie arbeiten dem politischen Gegner bewusst in die Hände?“ „Richtig.“ „Haben Sie denn überhaupt keine Moral mehr? Keinen Anstand?“ „Wir haben vor allem Überlebenswillen. Und ich sehe nicht ein, dass wir die Krise beseitigen, die die anderen uns eingebrockt haben.“ „Sie wollen die Wahl verlieren, damit Sie nichts ändern müssen?“ „Naja, genau genommen, weil wir auch nichts ändern können.“ „Aber dann werden die…“ „Vergessen Sie’s. Die können auch nichts. Die geben es nur nicht zu.“ „Das heißt, die wollen doch etwas ändern?“ „Nein.“ „Oder sie denken, dass sie etwas ändern können?“ „Quatsch.“ „Aber was ist denn dann der Unterschied?“ „Die werden erst nach der Wahl zugeben, dass sie sich das ganz anders vorgestellt haben. Oder wenn sie Glück haben, merken die Leute das von alleine. Oder aber auch gar nicht.“

„Sie haben Steinbrück als Kanzlerkandidaten genommen, damit er verliert.“ „Er macht seine Sache großartig.“ „Und er weiß von seinem Auftrag?“ „Keine Ahnung. Ich habe keinen Überblick, ob der Mann wirklich so naiv ist, wie er sich überlegen gibt.“ „Ist das nicht unehrlich?“ „Mag sein.“

„Das mit den Steuererhöhungen…“ „Ja, ich weiß. Das war dumm.“ „Aber Sie haben doch gesagt, Sie wollen gar nicht regieren?“ „Eben.“ „Aber wenn Sie das mit den Grünen abgesprochen haben?“ „Eben nicht, das ist es doch.“ „Dann freuen Sie sich doch. So eine Vorlage, das ist doch wundervoll.“ „Wofür?“ „Naja, es zeigt doch, dass Sie sich mit Ihrem potenziellen Koalitionspartner wirklich bestens…“ „Ach papperlapapp! Das ist doch die Katastrophe!“ „Aber…“ „Erst setzen die mit den Steuererhöhungen einen Wirkungstreffer, und dann bekennen sie sich auch noch derart demonstrativ zur SPD als Koalitionspartner!“ „Ja, aber das…“ „Das ist ein Desaster!“ „… ist doch gar nicht so schlimm?“ „Nicht schlimm!? Das ist die Definition von Weltuntergang! Was meinen Sie, wie die Wähler darauf reagiert haben?“ „Außer sich?“ „Schön wär’s. Die Grünen haben in den Umfragen sogar noch zugelegt.“ „Freuen Sie sich doch.“ „Mann, haben Sie noch alle Tassen im Schrank!? Freuen, weil wir möglicherweise doch regieren müssen, wenn diese verdammten Grünen Rot-Grün nicht verhindern?“ „Aber die bekennen sich doch wenigstens zu Rot-Grün.“ „Verdammt noch mal, das ist es doch gerade!“ „Wieso, was…“ „Wenn diese Idioten vielleicht wieder herumeiern würden, wenn sie irgendwann mal versehentlich sagen, dass sie sich als Juniorpartner der CDU auch nicht aus der Verantwortung stehlen würden, falls es gerade rechnerisch hinhaut und man der FDP damit einen Arschtritt verpassen könnte, meine Güte: das wäre wenigstens mal ein Knaller, aber so?“ „Sie wollen doch wohl nicht die Grünen dafür verantwortlich machen, wenn es mit dem Wahlsieg etwas wird?“ „Was denn sonst? Wenn die Wähler jetzt wie blöde für Steuererhöhungen stimmen und wir am Ende nicht anders können, als die Steuersenkungen der Regierung zu verteufeln, dann ist es doch Essig mit Opposition!“ „Ich dachte immer, Opposition sei Mist?“ „Stimmt ja auch, aber Regierung ist doch noch viel beschissener.“

„Und dann treten Sie 2017 wieder an.“ „Hoffen wir’s.“ „Und dann ist natürlich alles viel besser.“ „Jedenfalls ist Merkel dann endgültig weg vom Fenster.“ „Meinen Sie?“ „Und dann können wir endlich mal eine ganz neue Richtung für die Euro-Rettung einschlagen. Dann wird sich unsere jetzige kluge Zurückhaltung nämlich auszahlen.“ „Sie meinen Ihre sachzwanginduzierte Ehrlichkeit.“ „Eben. Denn nach allen Erkenntnissen wird dann die Krise keineswegs vorüber sein.“ „Also wissen Sie…“ „Was?“ „Dazu braucht man nun wirklich kein Wahrsager zu sein.“





Wechselkurs

7 05 2013

„… habe von der Leyen bestritten, nach der Wahl das Amt der Bundeskanzlerin…“

„… nicht bekannt, dass ein Wechsel im Präsidium der CDU anstehe. Kauder wisse zwar nicht, wer die Partei weiterhin leite, sei jedoch bereits jetzt ein treu ergebener…“

„… dass jede Generation ihren eigenen Kanzler habe. Kohl wolle deshalb umgehend aus der Union…“

„… habe von der Leyen mehr als einmal die Öffentlichkeit wie auch das Parlament belogen, vorsätzlich die Verfassung gebrochen und den Wähler betrogen. Sie sei deshalb hervorragend geeignet, als…“

„… fordere Erika Steinbach präventiv den Rücktritt der noch nicht gewählten…“

„… habe Pofalla alle CDU-Mitglieder, die Merkel nicht bis in den Tod zu folgen bereit seien, zur sofortigen Abgabe ihrer…“

„… wisse BILD aus absolut sicherer Quelle, dass von der Leyen innerhalb der nächsten Legislaturperiode als Kanzlerin vorgesehen sei. Sie selbst habe es nur noch nicht…“

„… keine Zeit, sich mit der Frage einer Kanzlerkandidatur zu befassen. Die anstehende Kürzung der Sozialleistungen beanspruche mehr als die Hälfte des…“

„… dass Schröder von keinem gefragt worden sei. Sie habe zwar eine Pressekonferenz organisiert, um mitzuteilen, dass sie nicht Bundeskanzlerin werden wolle, es sei allerdings keiner…“

„… schon zeitlich nicht zu schaffen, da die Arbeitsministerin zuvor für blühende Landschaften in…“

„… zu einem Konflikt komme. Von der Leyen könne nicht mehr als Simultanteilnehmerin in mehreren Fernsehtalkshows erscheinen, weshalb sie sich auch gegen eine Kanzlerkandidatur…“

„… habe Gröhe dementiert, dass der Springer-Konzern die vorzeitige Ablösung der Bundeskanzlerin beauftragt hätte. Der CDU-Generalsekretär bekräftige, dies sei üblicherweise nur für Staatssekretäre oder Minister…“

„… werde sie sich nicht um das Amt der Bundeskanzlerin bewerben, da doch einer an die Kinder…“

„… möglicherweise nur deshalb gegen die Fraktion gearbeitet habe, da von der Leyen entsprechend ihrer fachlichen Qualifikation nur eine Chance besäße, über die Frauenquote in das…“

„… allerdings nicht bewiesen, dass der stern bereits die Merkel-Tagebücher für eine Serie…“

„… alternativ nochmals für den Posten als Bundespräsidentin vorzuschlagen. Da sie nach wie vor keinerlei Qualifikationen besitze, sei sie bestens dafür…“

„… sei ein Wechsel von der Leyens ins Führungsamt schon deshalb unwahrscheinlich, da sie dann die Konsequenzen ihrer verfehlten Rentenpolitik als Regierungschefin nicht der Amtsvorläuferin in die Schuhe…“

„… nicht zu Debatte stehe. Seehofer sei es vollkommen egal, wer unter ihm als Kanzlerin…“

„… nach Insiderinformationen zuvor ein Betreuungsgeld für Besserverdienende…“

„… lehne Roth eine schwarz-grüne Koalition unter dieser Prämisse entschieden ab. Sollte sich die CDU nicht verpflichten, Merkel für volle vier Jahre als Kanzlerin im Amt zu belassen, werden man sich weiterhin für die SPD…“

„… habe von der Leyen anlässlich der Eröffnung der Fachtagung baden-württembergischer Dachbeschichtungsunternehmen verkündet, sie stehe als Kanzlerin nicht vor 2017…“

„… liege ein Dementi noch nicht vor. Der Vatikan habe jedoch bereits im Vorfeld wenig Interesse an einer Päpstin…“

„… auf der Abschlusskundgebung des diesjährigen Pudelwettrennens nochmals hervorgehoben habe, dass sie weitestgehend nicht als Bundeskanzlerin…“

„… sei auch Gabriel nicht geneigt, als Kanzler gemeinsam mit der CDU unter…“

„… ob die Sozialministerin dies als ihren eigenen Armutsbericht…“

„… habe Schäuble für Notfälle einen Umschlag in seinen Schreibtisch…“

„… sei die Frauenquote überflüssig. Von der Leyens für 2021 angekündigter Wechsel in den Vorstand beweise, dass die DAX-Konzerne auch ohne eine gesetzliche Regelung…“

„… werde Steinmeier einer großen Koalition unter von der Leyen nur dann zustimmen, wenn er wieder Vizekanzler und…“

„… bis 2017 geplant. Danach, so von der Leyen, sei bisher mit ihr noch keine genaue Nachfolgeregelung…“

„… und danke Merkel ihrer langjährigen Weggefährtin für deren politische Arbeit. Sie habe uneingeschränktes Vertrauen in…“





Links liberal

6 05 2013

„Doch, das haben Sie schon richtig verstanden. Die FDP ist jetzt liberal. Also nicht so liberal wie sonst immer liberal, aber jetzt sind wir liberal. Richtig so liberal. Und sozial eingestellt.

Wir sind jetzt total demokratisch. Und liberal. Haben Sie das mitgekriegt auf unserem Parteitag? Eben. Und jetzt sind wir auch mitfühlend. Die FDP ist sozial. Total neu, nicht wahr? Ja, wir haben uns auch noch nicht so richtig daran gewöhnt. Aber das wird schon. Irgendwas fällt einem ja immer ein.

Na, jetzt überlegen Sie doch mal. Wirklich, das ist doch nicht so schwer, oder? Oder? Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen Mindestlöhnen und einer Lohnuntergrenze? Na? Na!? Ja, wissen Sie das nicht? Wieso fragen Sie das mich, woher soll ich – die konnten Ihnen das auch nicht erklären? Ja, das ist eben so: ein Mindestlohn, das ist ein… ein Mindestlohn ist das, ist das eben, weil das ja klar ist, dass das – wie? Und eine Lohnuntergrenze ist eben kein Mindestlohn. Weil das ja sonst auch Mindestlohn heißen würde und nicht Lohnuntergrenze. Ist doch logisch. Ja meine Güte, jetzt machen Sie doch wegen dieser vier Euro nicht so einen Aufstand. Die sind uns doch sowieso egal.

Eben, wir haben das vor der Bundestagswahl klar und deutlich gesagt. Steuern senken. Einfach Steuern senken, dann wir alles besser. Wir sind ja deshalb jetzt auch gegen Steuersenkungen, weil so gut soll es dem Volk auch wieder nicht gehen, sehen Sie – man lernt aus seinen Fehlern, und das ist ja nie verkehrt.

Weil wir uns auf eine völlig neue Strategie geeinigt haben. Bisher haben wir viel versprochen, und das haben wir dann nicht gehalten. Ach was, kommen Sie mir jetzt nicht mit Moral, das hat doch nichts mit Moral zu tun. Seit wann hat die FDP etwas mit – wir haben nur gemerkt, dass der größte Teil der deutschen Gesellschaft eben noch nicht bereit ist für diese Art von Politik. Bis dahin muss man die Minderbemittelten eben so behandeln, wie sie es wollen. Man muss ihnen einfach gar nichts mehr versprechen. Oder nur noch solche Sachen, bei denen klar ist, dass sie nicht zu halten sind. Also bei denen uns klar ist, dass sie –

Man darf doch den Leuten auch nicht auf einmal zu viel Freiheit zumuten. Die kommen sonst auf komische Ideen. Freiheit, das ist ein hohes Gut. Wie Demokratie beispielsweise. Das darf man nicht jedem in die Hand geben.

Ich meine, wir sind doch schon eine geradezu mildtätige Vereinigung. Gucken Sie sich mal an, was der Niebel für die Nation getan hat. Mehr als drei Dutzend Parteigenossen, keine Chance mehr auf dem zweiten Arbeitsmarkt, nicht mal Vorstrafen hatten die, sonst hätte man sie als Ehrenvorsitzende – also gescheiterte Existenzen. Da muss man doch etwas tun können, oder? Das ist mitfühlender Liberalismus, verstehen Sie, wir kümmern uns um die Mitmenschen, von denen wir genau wissen, ein volkswirtschaftlicher Nutzen ist von denen nicht mehr zu erwarten. Denen muss man doch eine Heimstatt geben. Sonst werden die eines Tages noch kriminell.

Wir sind beispielsweise für die schönen Dinge im Leben. Wir wollen, dass Sie wieder überall rauchen dürfen. Gut, nicht als Arbeitsloser. Oder hier, Spritpreisbremse. Ganz großartige Idee von unserem Vorsitzenden. Ganz großartige Idee. Wurde zwar nichts, weil die Industrie keine Lust hatte, und dann haben wir das auch nicht weiter verfolgt, weil wir können ja als Politik auch nur das machen, wo die Wirtschaft Rahmenbedingungen setzt, aber das war in diesem Fall auch gar nicht so schlimm, weil das wurde ja sowieso dann nichts. Aber die Idee war gut.

Das mit dem Liberalen, das machen wir wie mit der sozialen Einstellung. Wenn es niemanden stört, dann setzen wir das irgendwie durch. Vor allem parteiintern. Da sind wir total unentschlossen, unerschrocken, wollte ich sagen, unerschrocken, das wird ganz schnell unsere politische Leitlinie, wenn uns gerade mal nichts Besseres einfällt.

Nein, wir müssen uns ja auch ab und an mal mit der Wirklichkeit auseinandersetzen. Steuerbetrug als Straftatbestand abschaffen, das wäre zu schön. Kriegt man in dieser Gesellschaft einfach nicht verargumentiert. Da müssen wir wohl eher einen Vorstoß für mehr bürgerliche Freiheit wagen: mehr unkontrollierte Schusswaffen in diesem Land. Das ist mitfühlender Liberalismus, verstehen Sie? Nein, nicht jeder Arbeitslose soll sich eine Knarre leisten können. Aber die Waffenhersteller sind doch auch Menschen.

Natürlich ist das sozial eingestellt, damit überholen wir die Grünen links! Also fast links. Wir sind ja fast links liberal. Nein, nicht linksliberal – fast links. Und fast liberal. Wir blinken links, und dann biegen wir rechts ab. Weil die Versicherung zahlt ja, wenn es trotzdem kracht.

Also wählen Sie uns diesmal. Sie müssen! Doch, absolut. Noch so einen Wahlkampf, dann brennt uns Brüderle durch.“





Von der Pike auf

30 04 2013

„Meiner Frau zuliebe.“ Breschke sah erschöpft aus. „Tun Sie es für meine Frau. Sie ist wirklich mit den Nerven am Ende.“ Er tupfte sich mit einer fahrigen Bewegung den Schweiß ab. „Aber warum für sie“, fragte ich misstrauisch. „Ich dachte, Sie selbst leiden unter Schlaflosigkeit?“ Er stemmte die Hände in die Hüften. „Was glauben Sie, wenn ich nicht schlafen kann, kriegt meine Frau doch kein Auge zu!“

Der alte Herr war allerdings ein Bild des Jammers. Zwei Tage lang hatte er jetzt kein Auge geschlossen. Vermutlich spielte eine Portion kalten Bratens die tragende Rolle in diesem Fall, denn er hatte unvernünftigerweise einen nächtlichen Imbiss zu sich genommen, worauf er nicht mehr in den Schlaf fand. Die zweite Nacht bekam ihm nicht besser; aus Furcht, nicht einschlafen zu können, schlief er nicht ein. „Ich habe alles versucht“, jammerte er. „Warme Milch mit Honig, Schäfchenzählen, ich habe mir sogar eine Regierungserklärung mit Bundeskanzler Adenauer vorgestellt.“ Ich zuckte zusammen. „Nichts. Jetzt müssen wir etwas unternehmen.“ Und wieder zuckte ich zusammen, diesmal noch deutlicher. Wenn der pensionierte Finanzbeamte vom Wir sprach, hatte er sich meist zu einer Schnapsidee entschlossen, die ihm nicht aus dem Kopf zu schlagen war.

Horst Breschke holte eine bedenklich bunte Schachtel aus der Schublade. Seine Tochter hatte sie irgendwo besorgt, Italien, Indien, Internet, da der Preis günstiger war als irgendetwas, das nicht direkt etwas damit zu tun gehabt hatte. „Doktor Klengel konnte nichts damit anfangen.“ Das überraschte mich weniger, schließlich handelte es sich um einen untadeligen Arzt. „Er ist manchmal ein bisschen störrisch.“ Genau diese Sturheit hatte Breschke ein hübsches Sümmchen gekostet, als er bei einer Heilpraktikerin eine Ohrkerzentherapie samt original schamanischem Gesundmurmeln buchte und von seiner Krankenkasse nichts wieder bekam. Klengel weigerte sich standhaft, über Reiki, Zuckerkügelchen und Vokalatmung zu diskutieren. Mit Breschkes Schneidersortiment hätte er auch nicht viel anfangen können.

„Das sind echte Akupunkturnadeln“, empörte er sich. „Man sieht das an der Gebrauchsanweisung.“ Dem bunten Gewirr aus Nähnadeln mit Plastegriff lag ein durchaus interessantes Blättchen bei, leider verfasst in einer Sprache, die es nicht gibt, was den Autor allerdings kaum hinderte, sie äußerst kreativ anzuwenden. „Steckend die nadel Wo Läüfet die bahnen“, informierte das Brevier. „Dortig Totale energy explodieren Leiche daß alles Gut.“ „Sie wissen also, worauf Sie sich einlassen.“ Breschke schluckte trocken. „Sie müssen bloß den Spiegel halten, ich werde mir die Nadeln selbst setzen.“ „Breschke“, beschwor ich ihn, „jetzt nehmen Sie doch Vernunft an. Zum einen ist das nichts als Hokuspokus, und außerdem…“ „Und Sie wollen mir etwas über Akupunktur erzählen?“ Er rümpfte voller Empörung die Nase. „Haben Sie denn schon einmal eine Sitzung mitgemacht?“ Ich runzelte leicht ungehalten die Stirn. „Aus gutem Grund nicht. Um so erstaunlicher, dass ich jetzt Ihnen von der Pike auf behilflich sein soll.“

Eifrig studierte Herr Breschke den mit allerlei Kauderwelsch versehenen grobstofflichen Körper auf der Packungsrückseite. „Embarazo“, grübelte er, „das hört sich schon gefährlich an.“ „Keine Sorge“, beruhigte ich ihn. „Das wird Ihnen sicher nicht zustoßen.“ Breschke atmete auf. „Da bin ich ja beruhigt.“ Trotz allem beobachtete er die Zeichnung. Langsam wurde er sich klar, dass er sich bei vollem Bewusstsein ein gutes Dutzend Nadeln in den Leib stechen müsste. „Und wenn ich dabei eine Ader treffe?“ Hastig riss er sein Tuch aus der Hosentasche. „Hauptsache, Sie treffen keine Hohlräume.“ Panisch blickte er mich an. „Stellen Sie sich bloß mal vor, Sie würden hier in der Wohnstube implodieren.“

Gefasst stellte er sich vor den Spiegel, den ich ihm vors Gesicht hielt. Noch zögerte er, noch wollte sich der Alte die Nadel nicht ins Gesicht pieksen. „Ich mache Ihnen ein Angebot.“ Er zögerte. „Wir suchen uns aus dem Telefonbuch einen Chinesen, der Ihnen die Nadeln setzt, und ich begleite Sie.“ Empört ließ er ab von seinem Tun. „Das könnte Ihnen so passen – diese Chinesen wissen doch gar nicht, wie man damit umgeht! Die können ja nicht einmal die Packungsbeilage entziffern!“ Wütend brachte er sich in Positur. Noch drei Zentimeter, noch zwei. Noch einer. „Aber wenn die Nadel jetzt nicht genau sitzt?“ Seine Hand begann zu zittern. „Und Sie wissen, es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass die Beschwerden nur wegen der Nadelstiche verschwinden?“ Das Zittern nahm bedenklich zu. „Vielleicht sollte ich eben kurz von meiner esoterischen Nachbarin Räucherkegelchen besorgen, die machen ein paar oberflächliche Brandwunden, aber dann ist Ihr Gesicht wieder gut durchblutet.“ Ihm fiel die Schachtel aus der Hand, vielmehr: die Nadeln flogen unkontrolliert durch die Gegend. „Ich kann das nicht“, wimmerte Breschke, „ich kann das wirklich nicht!“ „Gut“, beruhigte ich ihn, „dann probieren wir etwas anderes.“ Er ließ sich schlaff in den Sessel fallen.

„Wie ein Stein!“ Frau Breschke war sichtlich erleichtert. „Ich habe ein Pflaster darauf geklebt, dann hat er sich auf den Bauch gelegt, und dann ist er auch sofort eingeschlafen. Kein Wunder, nach zwei durchwachten Nächten. Aber ich muss leise sein, er schläft noch. Sobald er wieder wach ist, muss ich nämlich staubsaugen. Wegen der Nadeln.“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CXCIII): Der Anspruch der Eliten

26 04 2013
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Ein Gespenst geht um in Europa, vielmehr: es überholt auf der rechten Spur, hält den Mittelfinger aus dem Fenster und betrachtet die Straßen als sein Eigentum. Wehe, ein anderer wagte es, bei Rot zu bremsen. Wie der Henker führe der Lenker drein, fuchsteufelswild, unbelehrbar, da nicht weiter an der Realität interessiert. Die Welt gehört ihnen, den selbst ernannten Eliten, aber sie können nicht einmal damit umgehen.

Kein Tag vergeht, ohne dass das Geheul der angeblichen Oberschicht durch die blühenden Landschaften zetert. Ihre Wehleidigkeit, sich nicht an die Spielregeln halten zu wollen, auch wenn sie sie selbst geschrieben haben sollten, ist ein peinlicher Auswuchs der Ichlingspest. Jäh greint es durch Wald und Flur, das rumpelstilzt sich einen, da sie sich stärker an den Kosten der Allgemeinheit zu beteiligen haben – wer denn sonst, möchte man fragen, etwa die Obdachlosen? die Niedriglöhner und die Erwerbsunfähigen? Sie leben nicht von der Sahne, ohne den Pöbel zu beschimpfen, der ihnen den Kuchen nicht schenken will.

Die blühende Landschaft ist für sie wie ein Selbstbedienungsladen, mehr noch: ein Paradies für Ladendiebe und Zechpreller. Sie, die gleicher sein wollen als die anderen, fordern Vorzugsbehandlung, weil sie wie andere sein wollen. Sie benutzen Stadtgrün und Zebrastreifen, erwarten von der Polizei, dass sie den Verkehr regelt, bei Einbruch und zerkratzten Kotflügeln ermittelt, sie erwarten, dass der Richter für sie den Dieb verknackt und der Justizvollzug ihn einsperrt. Sollte es brennen, warten sie auf die zu diesem Behufe vorgesehene Feuerwehr. Bei der alljährlichen Flutkatastrophe halten sie das Eingreifen von Zivilschutz und Bundeswehr für eine Selbstverständlichkeit. Sie wünschen Papierkörbe im Weichbild und Kunst am Bau, Straßenbeleuchtung, Kanalisation und Parkuhren, Gewerbeförderung und Denkmalschutz. Wenn nicht, dann beschweren sie sich, dass der Staat für alles Geld schmeißt, nur nicht in ihre Richtung. Wobei sie sich auch beschweren würden, wenn er das Geld schmisse. Oder in ihre Richtung, aber nicht genug. Sie würden, tönt’s aus der zufälligen Zusammenrottung am oberen Ende der Vermögensverteilung, mit Pech und Fackeln aus dem Land getrieben. Was für ein elender Hirnplüsch, der ihnen aus der Rübe rattert.

Denn der Anspruch der sogenannten Eliten ist es eben nicht, diesen angeblich unwirtlichen Staat zu verlassen und sich in irgendeiner von Wirbelsturm und Erdbeben, Militärdiktatur und Malaria bedrohten Operettenrepublik mit quietschbunten Cocktails unter die Palme zu pflanzen, sie hieven nur ihre Kohle über den Äquator und schätzen ansonsten eher den Nieselregen der norddeutschen Niederung sowie dessen optisches Pendant, die Halsfalten der Kanzlerin.

Klassischerweise sind es eben die Eliten, die im Vollbewusstsein ihrer Deutungshoheit das unterste Dezil als Schmarotzer abtut, gesellschaftlich nicht integrierbare Randfiguren, die jede geregelte Arbeit kategorisch ablehnen, den Staat und seine Organe zutiefst ablehnend, gleichwohl sie ohne ihn vollkommen aufgeschmissen wären, da sie allein von seiner Gnade abhängig sind, um ihr Leben zu fristen. Womit sich die Vermögenden hinreichend selbst beschrieben haben dürften.

Denn sie sind nicht nur von der Feuerwehr und den Wasserwerken abhängig, sie müssen darauf vertrauen, dass die Großwetterlage stabil bleibt, ohne Erschießungskommandos, Weltrevolutionen, Sozialismus und, horribile dictu, Steuererhöhungen. Sie müssen darauf vertrauen, dass der Staat den gesellschaftlich überflüssigen Reichen nicht die Knute überzieht, dass er Eigentum schützt und ihr Lebensmodell nicht als illegal bezeichnet. Sie müssen darauf vertrauen, dass sich die Gesellschaft aus lauter Liberalität eine Schicht leistet, die netto Verluste einfährt und nicht fähig ist, dies zu ändern.

Möglicherweise haben sie selbst schon vom Hauslehrer auf dem Stammsitz des Geschlechts ihr Schulwissen unter die Kalotte geschwiemelt bekommen, möglicherweise popeln sie auf privaten Internaten ihren Nachgeburten ihre verquere Ideologie ins Hirn, doch wenigstens mittelbar sind sie ohne das öffentliche Bildungswesen komplett aufgeschmissen. Ohne Regel- und Hochschulen hätten sie weder Rechtsanwälte noch Schönheitschirurgen, die sie vor der Wirklichkeit in Schutz nehmen, von Steuerberatern noch zu schweigen. Sie hätten keine staatlich geplante und gebaute Bundesautobahn, um die Karre vollstoff über den Asphalt zu jagen. Sie hätten nicht einmal den staatlich subventionierten Billigstrom aus Kernreaktoren, um den Großbildfernseher und die elektronisch gesteuerte Haustechnik zu betreiben. Vermutlich würden sie an der roten Ampel gleich mal übergemangelt, höchstwahrscheinlich, weil keiner sehen würde, dass sie rot ist – ist sie auch gar nicht, sie fehlt ja gleich ganz, und der Notarzt, der die Reste des Sozialopfers in einen Eimer schmeißt und ins Universitätsklinikum karrt, ist auch gleich mit ausgewandert. Das Leben ist bekanntlich hart, ungerecht, teuer, und am Ende geht man tot.

Man sollte denen, die ihre Steuern nicht fürs Gemeinwohl blechen wollen, ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen und sie unter Androhung von Materialkaltverformung im Gesichtsschädelbereich über die Grenze verfrachten. Endlich sind sie des Jammertals ledig, ihr Kapital haben sie immer bei sich, was kann’s schöner geben? Sie werden jäh bemerken, dass sie, da unter ihresgleichen, mit erhöhter Gesindeldichte zu rechnen haben. Wir werden es verschmerzen. Nur keine Neiddebatte.





Tod und Erklärung

23 04 2013

„Bloß keine Lachshäppchen. Das kommt nicht an. Ist nicht unser Profil. SPD ist Currywurst. Ja, ich auch nicht. Aber deshalb werden wir das Zeug trotzdem anbieten müssen. Es hilft ja nichts. Wir werden nur einmal 150.

Irgendwas muss man ja machen, nicht wahr, und diesmal wollen wir es im kleinen Kreis feiern. Im kleinsten Kreis. Im allerkleinsten. Nur die Wähler. Dann brauchen wir auch nicht so viel Stühle. Und Fähnchen. Und Kugelschreiber. Ich meine, wenn wir uns nicht auf der Jubiläumsfeier als Kümmerer-Partei ausgeben, wann denn dann?

Eigentlich wollten wir ja gar keine Festreden, aber dann meckert die Presse wieder. Dann halten die anderen Festreden, dass wir keine Festreden hatten, und kommen in die Abendnachrichten. Das geht auch nicht. Aber wen sollen wir da einladen? Lafontaine? oder Schröder? Sie haben gut reden. Beide, dann brauchen wir den Saal gar nicht erst aufzuschließen.

Haben die dieses widerliche Lila eigentlich auch für den Teppich ins Corporate Design geschrieben? Wenn das schon bei den Wandverkleidungen so aussieht wie gewollt und nicht gekonnt, dann muss man doch erst recht kotzen, wenn man auf den – Vorhänge? Meinetwegen, die paar Vorhänge wird man doch in einem geschlossenen Raum verkraften.

Aber die Reden. Erst Steinmeier, dann eventuell Rahmenprogramm, dann Gabriel, dann Pause, und dann der Seeheimer Kreis, und dann sehr lange Pause, und dann eventuell für die verbliebenen Gäste noch Sarrazin. Nach Einbruch der Dunkelheit dürften die meisten doch sowieso derart besoffen sein, dass man ihnen jedes Arschloch als SPD vorsetzen kann.

Vor allem die Chronologie macht uns ja leichte Schwierigkeiten. Wir hatten uns da so eine Art Multimedia-Show ausgedacht. Ja gut, Diavortrag halt. Aber mit Kommentaren halt und etwas Musik. Arbeiterchor aus Herne. Und Blasorchester. Und dann wollten wir die ganze Geschichte der Partei zeigen. Vom Eisenacher bis zum Godesberger Programm, dann Wiedervereinigung, und dann haben wir ein Problem. Nein, eben nicht. Wenn uns nach 1998 die Dias ausgegangen wären, hätten wir eben einfach weitergemacht. Wie das so bei der SPD ist, wenn bei uns etwas schief geht, machen wir einfach weiter, als hätten wir es nicht gemerkt. Naja, meistens merken wir auch nichts. Aber das ist ja nicht das Problem. Wir hatten noch Dias. Wir hatten sogar noch jede Menge Dias seit 1998. Aber wollen Sie das sehen?

Als Giveaways dachten wir an kleine Tütchen, Plastikfolie, Sie verstehen? ADAV? Hallo!? ist doch nicht so weit bis ADAC, oder? 50 Milliliter Benzin in Schlauchverpackung? Ein Schritt mehr zur energetischen Entlastung des Mittelstandes – das ist bald eine bessere Wertanlage als Gold! Das ist innovativ! Das ist echt bürgernah, verstehen Sie? Naja, wenigstens ist es ein typisches SPD-Geschenk. Die Unterschicht fühlt sich ausgegrenzt, die Mittelschicht fühlt sich verhöhnt, weil sie sich davon bald kein Auto mehr leisten kann, und die Oberschicht wirft das den Pennern in den Hut, weil denen eh der Spritpreis am Arsch vorbeigeht. Und die Grünen, die fragen sich auch, womit sie das verdient haben.

Dann noch der Saal, wir brauchen ja auch ein paar Spruchbänder. Atlasseide, gerne mit goldener Schrift. Antiqua, dazu rote Nelken, und in Großbuchstaben – Ruhe sanft? Sie sind wohl mit der Muffe gebufft!? Spruchbänder, verdammt noch mal, nicht Trauerschleifen! Was glauben Sie denn, was hier gespielt wird? Tod und Verklärung? Eher: Erklärung. Wenn man weiß, woran es lag, kommt man mit der Realität hinterher besser zurecht.

Wen haben Sie eigentlich für die Festschrift vorgesehen? Schily? Ach du lieber mein Vater, das kann ja heiter werden. Der schaltet ja am liebsten nicht nur die SPD, sondern gleich das ganze Grundgesetz ab. Ja, Sie haben recht. Das ist wie 1933: hier scheiden sich die Idealisten von den Pragmatikern. Aber lassen Sie uns nicht ständig von der Agenda 2010 reden, wir müssen ja auch das Personal bezahlen. Garderobe, Saalschutz, Klofrau – hören Sie mal, dieses Gegender können Sie sich an den Hut löten, für die Frauenquote ist jetzt die Merkel zuständig, klar? – Parkwächter, Kellner, Küchenhilfen, irgendwer muss den Mist halt erledigen. Haben Sie eine Kalkulation vorliegen? Egal, das wird dann das Wir ganz solidarisch entscheiden, wir haben eine Zeitarbeitsfirma am Start, aber seien Sie vorsichtig. Die haben ein paar Wirtschaftsmigranten dabei, also achten sie gefälligst darauf, dass Sie keine 8,50 die Stunde zahlen. Geburtstag hin oder her, wir sollten auch mal an die Arbeitgeber denken. Vor allem in Hinblick auf die nächste Bundestagswahl.

Rechnen Sie doch mal zusammen: Klappstühle, Programmhefte, Blasmusik, Wurst, Champagner – Schaumwein, wollte ich sagen, Schaumwein, und dann die Blumen, und ein paar Luftschlangen, vielleicht haben wir noch ein paar Ballons vom letzten Wahlkampf, Heißluft ist ja immer genug da, und dann mit Mehrwertsteuer – was!? Gut, dann lassen wir Steinbrück dreimal auftreten als Redner, da haben wir insgesamt fast 70.000 Euro gespart, davon können wir den Rest schon bezahlen.

Ja, ich weiß, dass das alles Mist ist. Das wird keine Party, das wird ein Begräbnis dritter Klasse. Aber was sollen wir denn machen? Oder haben Sie die Nummer von Helmut Schmidt?“





De-Finitiv

22 04 2013

„… dass die Bundesregierung De-Mail per Gesetz für sicher erklärt habe. Es könne nun keine…“

„… vor allem zur Arbeitserleichterung, da die Bundesregierung nun die sachlichen Einwände der Experten zur Sicherheit des Mailverfahrens als irrelevant oder…“

„… es keiner weiteren Definition per Gesetz bedürfe. Merkel könne auch ohne den Bundestag beschließen, dass die Deutschen nicht ärmer als die übrigen Euro-Länder…“

„… sei der Datenschutz in Deutschland inzwischen so sicher, dass es weder des Datenschutzes bedürfe noch der zusätzlichen…“

„… es gar keine Arbeitslosigkeit gebe, da jeder, der arbeiten wolle, auch Arbeit finde. Von der Leyen halte daher neben der Verhinderung der von ihr erfundenen Frauenquote die Abschaffung der Grundsicherung für ihre politisch beste Tat seit…“

„… höchst erfreut zeige. So wolle Rösler nicht nur den Armutsbericht erneut überarbeiten lassen, sondern auch die…“

„… die Banken darauf bestünden, die Gebühren für Kontenüberziehungen wieder per Definition…“

„… dass der Hauptstadtflughafen BER ja im Grunde schon so gut wie fast fertiggestellt sei, weshalb man ihn nun auch per Parlamentsbeschluss als bereits eröffnet…“

„… sei De-Mail schon deshalb viel sicherer als Telefax, weil es einen Papierstau nur einmalig beim Ausdrucken der…“

„… mit den Stimmen der Koalition, dass die Regierung die beste seit der Wiedervereinigung sei. Das Bundesgesetz habe weitreichende…“

„… das Vergabeverfahren der Presseplätze im NSU-Prozess ganz einfach für ausgewogen und rechtssicher zu…“

„… habe Bosbach auf der Heidegger-Tagung Das Sein als Seiendes des Daseins im In-der-Welt-Sein des seienden Soseins einen Schwächeanfall…“

„… fordere der Internetexperte Axel E. Fischer eine gesetzmäßige Neudefinition der Definition, da sonst High Definition nicht als definiert…“

„… dass das Bildungspaket für gut und ausreichend definiere, da es so gut wie nicht angenommen worden sei. Von der Leyen sehe daher keinen Grund, die Leistung weiterhin anzubieten und schaffe sie wegen zu großen Erfolges mit sofortiger Wirkung…“

„… halte Schäuble De-Mail für viel sicherer als Telefax, weil es viel sicherer als Telefax sei, was wiederum…“

„… sowie ausreichende Kita-Plätze vorhanden. Außerdem lege Schröders Gesetz fest, dass der Klapperstorch die Kinder…“

„… bemängelten Kritiker, man könne das Gesetz auch so verstehen, dass die beste Regierung seit der Wiedervereinigung nicht mehr durch Wahlen zum Deutschen Bundestag…“

„… den NSU-Prozss insgesamt als unnötig zu definieren und ausfallen zu lassen, falls per Bundesgesetz festgestellt werden könne, dass es in Deutschland gar keinen Rechtsterrorismus…“

„… werde die Sicherheit der sicheren De-Mail noch viel sicherer, wenn man die Server in einen geschlossenen Raum einschließe, so dass die Gerät von außen nur noch per De.Mail erreichbar…“

„… sich IM Friedrich in einem schweren Dilemma befinde. Er könne das Land als unter der CDU-Regierung absolut sicher definieren, müsse dann aber verzichten, aus Sicherheitsgründen noch weitere Überwachungsmaßnahmen …“

„… sich das Die-Elbphilharmonie-ist-viel-preiswerter-als-erwartet-Gesetz mit den Stimmen aus SPD, CDU und…“

„… seien die Kraftwerksbetreiber bereit, eine sehr hohe Summe für den Wahlkampf zu zahlen, wenn im Gegenzug die Bundesregierung auch die Atomkraft für sicherer als ein Telefax…“

„… rege Rösler an, bei den nächsten Wahlen die FDP ganz einfach als Partei oberhalb von fünf Prozent zu…“

„… das Bundesverfassungsgericht in einem Eilverfahren festgestellt habe, dass die beste Bundesregierung aller Zeiten sich nicht selbst als Verfassungsorgan…“

„… bedürfe es keiner gesetzlichen Regelung. Ziercke habe bekräftigt, bei einer Anzeige gegen Polizeibeamten habe der Polizist nicht nur definitionsgemäß recht, er sei auch definitiv…“

„… zu Kontroversen mit der Versicherungsbranche geführt habe. Man könne nicht ein Land als vollkommen sicher bezeichnen, da die Versicherer ihre Versicherungen sonst…“

„… als so sicher, dass Merkel freiwillig darauf verzichtet habe, von ihrem als abhörsicher definierten Mobilgerät De-Mails zu…“

„… habe Schäuble zum wiederholten Male betont, man brauche das Bundesverfassungsgericht überhaupt nicht. Er fordere daher die Neudefinition des Grundgesetzes als…“

„… sich gar nicht um Waffenlieferungen in Kriegsgebiete. De Maizière habe per Gesetz beschlossen, jedes von deutschen Rüstungskonzernen belieferte Land als friedliches, stabiles und menschenrechtskonformes…“

„… müsse Stuttgart 21 nicht mehr als technisch möglich definiert werden, da Ramsauer bereits per Dekret verfügen wolle, das Bahnhofsprojekt als ausreichend finanzierten…“

„… sei der Vatikan sehr daran interessiert, nach der Bundesrepublik Deutschland als zweiter Staat die Erde wieder als Scheibe zu…“








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