In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CCCXXXI)

25 02 2017

Dass Chira am Sonntag in Knees
trotz Schwielen auf ihrem Gesäß
sich einschloss am Örtchen,
war ihr wert ein Wörtchen:
„Der einzige Tag, dass ich les!“

Meist sah man, wie Éamonn in Trim
zum Arzt ging. Es war selten schlimm,
meist Husten, oft Rücken
vom Turnen und Bücken.
Den Arzt macht er reich mit Klimbim.

Es fürchtet Crin sich in Großlasseln
vor nichts mehr als vor Kellerasseln,
besonders, dass diese
auf Obst und Gemüse
im Keller bewusst niederprasseln.

Es ließ Taylor langsam in Klosten
zwei einst schöne Wagen verrosten.
Das Blech hat schon Löcher,
der Rest ist noch schwächer,
doch spart ihr dies Kfz-Kosten.

Wenn Călin vom Feld in Besotten
nach Haus kam, warf er die Klamotten
schon ab vor dem Keller.
Die Gattin war schneller,
schon sucht sie auf ihnen nach Motten.

Wenn Siw, Architektin in Malung,
Beton gießt, lässt sie die Verschalung
nach mehreren Fällen
vom Kunden erstellen.
Sie wartet sonst nur auf Bezahlung.

Arina, die zweifelt in Kokt.
„Wenn Ihr auch das Heu bis hier zogt,
wie kommt’s, dass die Wetter
die Fracht durch die Bretter
nur vorne abräumten? Ihr logt!“





Gernulf Olzheimer kommentiert (CCCLXIII): Fertiggerichte

24 02 2017
Gernulf Olzheimer

Gernulf Olzheimer

Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Ein Gespenst humpelt durch die westliche Welt, es hinterlässt Fettflecken am Türgriff, vermüllt die Landschaft, sein widerwärtiges Rülpsen lässt die Innenwände der Plattenbauten mählich bröseln. Es nähret kümmerlich von Opfersteuern und Gebetshauch die Dunstabzugshauben kompletter Reihenhaussiedlungen, die ohne seine Existenz nie in den ökologisch wertvollen Stadtrandboden gedroschen worden wären. Mit modifizierter Stärke lahmt das durch die Gegend, eine Vortäuschung von Leben, ungefähr so wertvoll wie ein Eimer gekauter Pappkartons, aber extrem laut und unglaublich bäh. Aus den Discounterregalen tentakelt sich das Zeug wie zufällig in die Einkaufskörbe, der unschuldige Kunde muss es unter Zwang verstoffwechseln. Es gäbe ja, ging’s nach ihm, niemals nicht gar kein Fertiggericht.

Der unter Industrieabfällen begrabene Rest aus Separatorendreck, Hühnerschlacke und Beifang, der im Polysaccharidschmodder dümpelt, ist trotzige Antwort auf den Bildungsmangel einer seicht verdeppten Ellenbogengesellschaft, Schlabber der Endzeit, Kapitulation vor den Schrecken einer bürgerlichen Gesellschaft, die der Beknackte mit der hilflos in Kitt geschwiemelten Interpretation von schnell erkennbarer Hausmannskost zu sich zu nehmen scheint. Tatsächlich würde der gemeine Hilfshonk die authentische Rindsroulade nicht einmal von ihrem hastig als Surrogat gezimmerten Zwilling unterscheiden können, wenn sie ihm das Bein wässert. Wozu auch. Er hat fertig, und mehr interessiert ihn nicht.

Denn der Bekloppte, kapitalistisch getrimmt auf kritiklosen Verzehr effektiv zusammengeklatschter Spachtelmasse, will nicht können, er will haben, und zwar sofort. Folglich pfropft er sich das knapp verdaubare Pendant zum Selfie in die durchweg geöffneten Schleimhäute: inhaltlich wertlos, man akzeptiert es nur, weil das Aussehen einem vertraut ist und der Hintergrund sowieso verschwimmt. Es schränkt nicht die Qualität ein, denn die ist hinfort ein irrelevanter Parameter: der Hunger treibt’s rein, der Ekel wieder raus, und letztlich gewöhnt man sich an alles. Mit wenigen Taschenspielertricks ist der kalorische Blitzkrieg sogar als Gehirnwäsche in der Lage, die herkömmliche Zusammenstellung aus Weißblechkonserven und Glasgemüse unpraktisch erscheinen zu lassen. In einem Arbeitsgang hebelt der Suizident überkrustete Proteine, Reisrückstand und Pflanzenteile zwischen verspätetem Abschied und Auferstehung auf den Teller, falls er den Schutt nicht gleich im Plastekryosarg in die knarzende Mikrowellenverbrennungsanlage schiebt: die Hälfte der Materie qualmt wie ein durchschnittlicher Tag in einem afghanischen Dorf nach dem Besuch der Air Force, alles andere hat noch knackigen Biss, da weiterhin kurz oberhalb des Gefrierpunktes. Nicht einmal die Tütenbratkartoffel als unterstes Ende der Zivilisation, sonst der Horrorschocker unter den gutbürgerlichen Wirkungstreffern, nichts kann den Konsumenten von der Überzeugung abbringen, dass der für eine eherne Schmecke optimierte Pamps genießbar sei. Mitnichten, ist er doch nur ein grauenvoller Auswuchs der Technikgläubigkeit, die das industriell Machbare zum quasireligiösen Standard erhebt – dass es Forschern gelungen ist, Fleischkleinteile in Faserbündelgröße, molekular geschreddertes Pflanzenfett und diverse Zucker zum Heimaterdeeintopf Nazi Goreng zu komprimieren, einem Sperrfeuer aus gehärteten Glyceriden und Ballaststoffen, enthält schon die Verpflichtung, es sich in die Innereien zu stopfen.

Dabei spricht das zusammengenagelte Zeug der Selbstwahrnehmung Hohn, die Schnäppchen- und Geizkultur zur nationalen Kunstform erhoben hat. Der Bescheuerte erwartet nicht nur Gourmetware in vollendeter Qualität zum Schleuderpreis, weil ja inklusive Distribution, prekärer Personalkosten, Plasteschale, fünftklassiger Reklame und einer am Rande des Burnout torkelnde Rechtsabteilung der Krustenbraten aus der Makulatursau nicht nur ein Erlebnis an Natürlichkeit und Genuss garantiert. Dabei ist der Schleckschlamm lediglich das handelsübliche Verdickungsmittel, vorsichtshalber per Aufschrift mit fünfzig Gramm Portionsgröße auf medizinisch verträgliche Schadstoffwerte gedimmt. Das Readymade hat seine Entfremdung bis zur amorphen Asia-Pfanne mit Öko-Glutamat gesteigert, der Trickster der Entsorgungswirtschaft, der die Nahrungsaufnahme mit einer gewissen Anspruchshaltung so deformiert, dass Haltung und Anspruch in der Tonne verenden. Aber was erwartet man von einer Bausparerkaste, denen bizarre Recyclingversuche mit Fleischgeschmack sogar für Gäste außerhalb der direkten Nachkommenschaft ausreichen. Offenbar verstecken sich in der Masse genügend Ersatzstoffe für körpereigene Downer, die die Dröhnung an der Schleimhaut auspegeln. An sich hätte bei Markteinführung der orthogonalen Pizza ein enthemmter Mistgabelmob die Fabrik in Grundwasser führende Schichten einarbeiten sollen, aber was erwartet man von Querkämmern, die auf grobe Schmerzreize zu reagieren für die beste aller evolutionären Errungenschaften halten. Am Ende verkocht eh alles im einen, im letzten Brei.





Narren

23 02 2017

„Wenn Sie mich fragen, ich würde es genau so machen.“ „Was?“ „Das, was Trump macht.“ „Sie sind ja vollkommen…“ „Eben nicht.“ „Sie wollen mir doch jetzt nicht erzählen, dass Sie sich wie ein durchgeknalltes Arschloch benehmen, damit man Sie für den amerikanischen Präsidenten hält.“ „Habe ich das behauptet?“ „Nein, aber…“ „Ich würde mich nur wie ein durchgeknalltes Arschloch benehmen, damit man mir den mächtigsten Mann der Welt abnimmt.“

„Entschuldigen Sie mal, das ist doch verrückt!“ „Ja.“ „Was: ja?“ „Ja. Es ist verrückt, Sie haben da absolut recht.“ „Sie wollen ernsthaft behaupten, dass das nur eine Masche ist, mit der man sich als Präsident wichtig machen kann?“ „Sie verwechseln da etwas. Wichtigkeit ist nicht automatisch Macht. Es kommt auf die Macht an.“ „Und dazu muss man sich wie ein durchgeknalltes Arschloch benehmen?“ „Ja.“ „Jetzt kapiere ich gar nichts mehr.“ „Das hatte ich erwartet.“ „Wieso das jetzt?“ „Nun, ich kenne Sie als vernünftig, sehr reflektiert, durchaus auch gebildet, also nicht der Charakter, dem man mit dumpfem Gefasel den Kopf verdrehen könnte.“ „Und das ist ein Grund für diesen Mann, sich wie ein Tobsüchtiger zu gebärden? weil ihn dann jeder wählt, der genauso bescheuert ist?“ „Zunächst mal ja. Aber dann muss man natürlich bedenken, dass nach der Wahl immer noch ein bisschen Politik folgt. Man muss dafür ja auch vorbeugen.“ „Und warum macht er das? kann man ein Land wie die USA nicht mit Logik und gesundem Pragmatismus regieren, wie es die meisten anderen getan haben?“ „Ja, aber dann werden Sie nie die Ziele erreichen, die er sich gesteckt hat. Logik mag unbarmherzig und kalt sein, sie ist vor allem eins: berechenbar.“ „Und das ist der Grund, warum sich Trump derart unlogisch verhält?“ „Krieg ist wie Schach. Seien Sie niemals rational, wenn Sie Macht haben wollen. Je besser ein Gegner den nächsten Schritt vorausahnt, desto bitterer wird Ihre Niederlage.“

„Dann ist er ein Geisteskranker?“ „Er spielt so schlecht einen Geisteskranken, dass man ihm den schon abnehmen muss, ja.“ „Also ist der Mann tatsächlich verrückt?“ „Er hat von den Besten gelernt. Ich will Ihnen das mal erläutern: wenn Sie eine Bank überfallen, und Sie schlendern mit einem Gewehr in die Schalterhalle, lehnen sich lässig an den Tresen, was passiert dann?“ „Keine Ahnung.“ „Dachte ich mir. Wenn Sie nun aber in die Halle reinstürzen, als erstes die Wachmänner abknallen, die Lichter wegballern und drohen, alle Geiseln der Reihe nach zu erschießen, was passiert dann?“ „Man wird mir Geld geben?“ „Und einen aufgetankten Fluchtwagen und den Helikopter zum Flughafen.“ „Welchen Unterschied macht das?“ „Es handelt sich nicht um einen einfachen Bankraub, sondern um einen milliardenschweren Poker um Börsenkurse, Immobilien und den militärisch-industriellen Komplex.“ „Nicht um Macht?“ „Sie sind lustig! woraus, meinen Sie, besteht denn die?“

„Wenn ich Sie jetzt richtig verstehe, meinen Sie, dass ein absolut unberechenbarer Irrer immer die Oberhand in der Politik behält? und warum muss immer gleich die Rede von Krieg sein?“ „Meinen Sie, ein Kriegsherr ruft vorher bei seinen Freunden in China an: ‚Howdy, ab morgen bomben wir Euch Schlitzaugen mal in die Hölle zurück‘?“ „Und wenn die dann wirklich Angst haben?“ „Schauen Sie sich die Geschichte an.“ „Vielleicht kommt er doch noch zur Vernunft.“ „Das haben alle schon nach der Wahl gesagt. Passiert ist nichts.“ „Man könnte doch auf einen Kompromiss hinarbeiten, damit er begreift, dass er nicht mit jeder Forderung durchkommt.“ „Sie wollen einen Säufer mit Weinbrandbohnen entgiften? Viel Spaß dabei.“

„Aber um auf meine Frage zurückzukommen: warum muss immer von Krieg die Rede sein?“ „Weil er sein Land groß machen will.“ „Das kann man doch aber auch im Frieden.“ „Es geht nicht um die Tat, es geht um den Willen. Wenn man das versprechen will, zieht man am besten in den Krieg. Er stellt sein Land auf die Probe, bis zu welchem Grad man eine Gesellschaft und ihr politisches System verbiegen kann, bis sie von selbst in den Krieg abgleitet.“ „Immerhin will er doch für mehr Frieden im Inneren sorgen.“ „Natürlich verspricht er Gewaltlosigkeit und das Ende der Verbrechen. Wenn einer Gewalt ausüben darf, auch willkürlich und widerrechtlich, dann nur er.“ „Und wenn er das alles nicht in den Griff kriegt? Ich meine, wenn er komplett scheitert, politisch im Grunde überhaupt nichts tun kann und keinerlei Programm hat?“ „Dann kann er es immer noch der Lügenpresse in die Schuhe schieben, die seine Erfolge gezielt verschweigt und stattdessen an der Umerziehung des Volks arbeiten.“ „Und das wirkt?“ „Ein paar Dumme werden Sie immer finden, die zu keinerlei kritischer Reflexion in der Lage sind. Man fängt sie mit reiner Provokation, kalkulierten Tabubrüchen und der ständigen Wiederholung, ein Opfer der übermächtigen Widersacher zu sein. Das System ist schuld. Es braucht einen übermächtigen Narren, um es zu reparieren, denn nur der übermächtige Narr ist dazu in der Lage.“ „Gut, dass wir so etwas in Deutschland nicht haben.“ „Ach, meinen Sie?“ „Es müsste doch jemanden geben, der das Land wieder regierungsfähig macht und aus diesem Stillstand herausholt.“ „Sie meinen, den gibt es? wer schwebt Ihnen denn da vor?“ „Ich weiß nicht. Wer ist denn so durchgeknallt.“ „Das ist kein Kriterium.“ „Warum denn nicht?“ „Das reicht nicht aus. Sie müssen schon auch noch ein Arschloch sein.“





Faster, Pussycat! Kill! Kill!

22 02 2017

Ja, es ist schlimm. Man mag es sich schon gar nicht mehr angucken. Immer mehr sinnlose Gewalt gegen Unschuldige. Aber ich gelobe Besserung. Das ist das letzte Bild, das mit der orangeroten Knalltüte zu tun hat. Nach diesem Freitagstexter wird alles anders. Wenigstens hier.

Da der Mann mit dem Schädelfrettchen bereits die Losung ausgegeben hat, jeder seinesgleichen sei befugt, amerikanischen Damen unter die Röcke zu gehen, hat die US-Wirtschaft – hier vertreten durch die Hudson Motor Company, dem geneigten Leser bekannt durch geschickte Produktplatzierung in John Steinbecks Früchte des Zorns – ganz im Sinne der Innenpolitik aufgerüstet. Si vis pacem, para bellum. Unwissenheit ist bekanntlich ja auch Stärke.

Und damit sind wir wieder mitten im Geschehen der Welt und mitten in der Auseinandersetzung. Der amerikanische Krieg findet nicht statt. Zumindest werden keine Gefangenen gemacht. Der kleine bronzene Pokal gebührt für diesmal la-mamma und den Partisaninnen aus der Einkaufsabteilung:

schuhweißchen und die schießend frauen

Wieder nicht aufgepasst, mit Anspielungen um sich geworfen und gehofft, dass sie sich irgendwie verlesen. Gut, neuer Versuch. Schnell ausweichen auf – Dachhasen? Schon wieder nicht die Kurve gekriegt, von wegen Blattschuss. Der silberne Pokal geht an lamiacucina:

Ob der Feldhase für den Sonntagsbraten getroffen wurde, bleibt offen.

Es hat keinen Zweck, sich zu verstecken. Wenn es quakt wie eine Ente, schwimmt wie eine Ente, watschelt wie eine Ente und von Wirtschaft so viel Ahnung hat wie ein Sack Kies, dann handelt es sich wohl kaum um die Präsid-Ente. (Schon wieder in die Falle getappt!) Nein, kommen wir zum Thema zurück. Entenjagd, genauer: Zeitungsenten, wie man alternative Nachrichten vor Erfindung der Gehirnwaschmaschine noch nannte. Das goldene Original gewinnt folgerichtig der kulturflaneur:

Nein, das ist nicht die Gründungsversammlung von Amazon, nein, das ist nicht Gaddafis Amazonen-Garde, nein, das ist auch nicht die Frauensektion der National Rifle Association und schon gar nicht die Karnevalsgarde aus dem letzten Tatort – heutzutage gibt es mehr Fake-News zu dementieren als Real-News zu Kenntnis zu nehmen!

Herzlichen Glückwunsch! Eine neue Runde startet am 24. Februar beim kulturflaneur, das ist natürlich eine absolut glaubhafte Nachricht aus sicherer Quelle, und ich werde jetzt wieder in die Bilderschublade verschwinden. In die ältere Abteilung. Zur Vorsicht.





Klammheimliche Freunde

22 02 2017

„… noch keine Informationen vorlägen, ob es sich um eine Straftat handle, da Rechtsradikale oft auch freiwillig in den Untergrund gingen. Allerdings sei seit mehr als zwei Wochen keine Spur von Höcke in den…“

„… die Partei spalten werde. Meuthen wolle den thüringischen Volkstribunen solange als Führer der Bundestagskampagne halten, bis er selbst in…“

„… mache Poggenburg die volksfremden Fremdrassen für das Verbrechen verantwortlich. Es sei so gut wie sicher, dass der Ritualmord an Höcke von muslimischen Flüchtlingen begangen worden sei, was nur auf Betreiben der Bundeskanzlerin und ihrer…“

„… ein aktuelles Video veröffentlicht worden sei. Der ostdeutsche Populist sei mit dem Pappschild Seit 20 Tagen Gefangener der Republikanischen Armee Fraktion in einem Wandschrank…“

„… Streitigkeiten im nordrhein-westfälischen Landesverband aufgetreten seien. Pretzell habe den Rücktritt sämtlicher anderer Funktionsträger gefordert, um etwaige Provokationen im kommenden Bundestagswahlkampf selbst zu…“

„… nur linkspazifistische Gutmenschenchaoten in Frage kämen. Der Bundesvorstand fordere daher die präventive Kastration sämtlicher ausländischer Einwanderer, um eine Wiederholung der fortgesetzten Bombenangriffe auf Dresden, die Islamisierung der deutschen Weihnachtsmärkte und die Überschwemmung nationaler Kantinen mit…“

„… ein Parteiausschlussverfahren pro forma schon jetzt einzuleiten. Petry stelle in Aussicht, dass Höcke, sollte er die Entführung überleben, hinterher wieder in seiner alten Position als…“

„… schlage Meuthen vor, selbst als alleiniger Spitzenkandidat in den Wahlkampf zu ziehen, um die Bindung der offen nationalsozialistischen Kräfte an die Mitte der Partei nicht vorzeitig zu…“

„… Poggenburg auf die nun vakante Position reflektiere. Überhaupt wolle er aus Gründen des Demokratieschutzes nicht akzeptieren, dass andere Wucherungen am deutschen Volkskörper eine höhere Besoldung als…“

„… einfach jeden verdächtig aussehenden Ausländer zu erschießen, auch Frauen und Kinder, um so schließlich der Entführer habhaft zu werden. Storch wolle in einem zweiten Schritt die Internierung aller nicht als Wähler der AfD registrierten Bürger in einer speziellen Datei des…“

„… den Rücktritt nahegelegt habe. Meuthen sei überzeugt, dass Höcke nach seiner Rückkehr als geliebter Führer des völkischen Flügels die…“

„… sich seit 23 Tagen in der Gewalt der RAF befinde. Die Vermutung, Höcke sei von sogenannten Reichsbürgern entführt worden, habe der Landesverband Bayern mit größtmöglicher Entrüstung…“

„… auch in der Doppelspitze vorstellbar sei. Meuthen schlage daher vor, dass auf dem Vereinigungsparteitag von AfD und NPD je ein Holocaustkritiker und ein Holocaustleugner die…“

„… sich Gauland für seinen klammheimlichen Freund einsetzen wolle. Als Zeichen der Solidarität fordere er, sämtliche KZ-Gedenkstätten auf deutschem Boden unverzüglich niederzureißen, um nicht der herrschenden linksradikalen Junta die Infrastruktur für zukünftige Foltercamps zur Verfügung zu stellen, solange der große Führer Höcke noch im unfreiwilligen Exil des…“

„… nicht kooperationsfähig sei. Petry müsse ihn schon unterstützen, wenn sie nach seiner Wahl zum Führer auf Lebenszeit Mitglied der Partei bleiben wolle. Ansonsten habe Meuthen vor, Koalitionen mit anderen rechtsradikalen…“

„… inzwischen auf 28 Tage angewachsen sei. Da Höcke inzwischen in so gut wie allen öffentlichen Einrichtungen Hausverbot erhalten habe, konzentriere sich die Suche jetzt auf die…“

„… die Internet-Kampagne Adolf, bitte melde Dich von Roon gar nicht zur Kontaktaufnahme mit den Entführern gedient habe. Vielmehr sei sie als überzeugte Nationalsozialistin in der Lage, durch…“

„… könne die Partei sich jetzt schon auf den Parteivorsitz Höckes einigen, da dieser als einziger die Erschließung von Lebensraum im Osten und die Vernichtung undeutscher Rassen in seinem politischen Entwurf vereine. Meuthen verlange nur eine Vizeführerschaft, um beispielsweise im Falle von Höckes gewaltsamem Ableben sofort als…“

„… jedes Hotel des Betreibers niederzubrennen, um Höcke zwar nicht zu retten, sich hernach aber wenigstens sicher zu sein, wo er verstorben sei. Parallel dazu wolle Poggenburg auch alle deutschen Moscheen, Synagogen, das Willy-Brandt-Haus und die…“

„… dass die Wahlkampfparole Nur mit Meuthen gegen Musels beim Vorstand nicht auf ungeteiltes Echo gestoßen sei. Ein inklusionistischer Ansatz hätte auch Juden und Arbeitslose, Rentner, Homosexuelle, Behinderte und ausländisches…“

„… im Umgang mit Höcke eine 180-Grad-Wende hinlegen müsse. Petry wolle dies gleich zweimal tun, um sicherzugehen, dass keine…“

„… sich angeblich geäußert habe, er sehe die Entführung mit Genugtuung. Nach verschiedenen Versionen sei dies jedoch auch von Meuthen, Pretzell, Gauland, Poggenburg und…“

„… ein halbes Gehirn in einem Schraubglas mit Formaldehyd in einem Papierkorb am Rastplatz an der A8 hinterlegt habe. Der Bundesvorstand habe dies mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen, weil dadurch nun klar sei, dass Höcke noch unversehrt und…“

„… dass Meuthen einer Spaltung der Partei im Bundestag nur dann zustimmen werde, wenn seine Fraktion von Merkel als Koalitionspartner grundsätzlich…“

„… Höcke seine Entführung nur vorgetäuscht haben könnte, um in Syrien eine Ausbildung zum Dschihadisten zu…“

„… sich Meuthen ansonsten für die innerparlamentarische Fundamentalopposition ausgesprochen habe, sofern dies nicht zur Entfremdung mit den außerparlamentarischen Kräften im Dresdner Raum und in den…“

„… nach unbestätigten Meldungen bereits im Deutschen Bundestag gesehen worden sei. Leider sei das Gelände noch immer von Linksfaschisten wie der CSU kontaminiert, die Poggenburg mit einer kontrollierten Euthanasie…“

„… könne sich Meuthen auch vorstellen, mit einer eigenen rechtsextremistischen Partei in den Wahlkampf zu ziehen. Sollte Höcke erst dann wieder auftauchen, so müsse er sich mit einer Rolle als Angestellter der gemäßigten Petry-Fraktion…“





Puppenleicht

21 02 2017

„Die Würde des Menschen ist halt unantastbar, und das beginnt im Kindesalter. Sie brauchen gar nicht so zu gucken, wir ziehen das jetzt durch. Mir ist das egal, ob sich der Hersteller darüber beschwert – als Bundesregierung sind wir verpflichtet, die Rechte der Menschen in Deutschland zu… –

Also der Deutschen. Diese Asylanten brechen zum Glück noch nicht als Tsunami über uns hinein, um ihren Kindern als erstes eine Petzpuppe zu finanzieren. Halten Sie mich nicht vorschnell für einen Gutmenschen, aber die Mehrheit von denen ist zuerst an der Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum interessiert. Zuerst. Was Deutschland als wirtschaftlich funktionierendes Land dann natürlich an Begehrlichkeiten bei seinen Invasoren auslöst, das dürfen Sie mich nicht fragen. Das bestimmt die Wirtschaft, und da sind wir als Bundesregierung absolut überzeugt, dass die überhaupt nie keine unmoralischen Methoden nicht anwenden würden, um das Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Wie auch immer. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

Klar, mit TTIP könnte der Hersteller wenigstens die Bundesrepublik verklagen. Cayla ist wenigstens in Deutschland nicht offiziell als Spionagewerkzeug zugelassen, deshalb sollten wir da auch nicht so einen Aufriss veranstalten – Sie sehen mir das nach, ich habe den kapitalistischen Klassenfeind solange bis aufs Blut bekämpft, bis er mich in Westmark bezahlen konnte – und etwas weniger hysterisch reagieren. Bei Schnürsenkeln schreit auch jeder sofort wegen Dual-Use, nur weil man dieselben Dinger für Soldatenstiefel und Zivilbotten nehmen könnte. Da macht ein ausländisches Unternehmen eben eine Feldstudie über deutsche Familien, und alle regen sich auf?

Jetzt bringen Sie da nicht alles durcheinander. Dass man den Asylanten ihre Telefone abnimmt, das ist Teil der deutschen Sicherheitsarchitektur. Die Würde des Menschen bezieht sich meiner Meinung nach vorwiegend auf die, die man auch als solche bezeichnen kann. Wenn Sie als volksfremdes Element einreisen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn man gewisse konstitutionelle Überlegungen praktischer Natur anstellt, um sich zu vergewissern, dass Sie diese Form von Menschenwürde überhaupt verdienen. Da werden Sie halt mal ausspioniert. Das ist in den USA auch so, seitdem dieser, sagen wir mal, demokratisch gewählte Typ da tut, was er schon vor der Wahl versprochen hat. Sie müssen ja nicht in die USA einreisen. Wenn Sie zum Beispiel einen Doppelpass haben, können Sie auch in Ihre andere Heimat zurückkehren.

Regen Sie sich auf? Wir haben damals auch eine Klassenlehrerin gehabt, ich erinnere mich ganz genau, die hat alle paar Wochen gefragt, wie denn die Uhr bei den Abendnachrichten aussieht. Einfach mal so. War aber recht erfolgreich, teilweise hatten wir in einem Schuljahr ein Drittel weniger Feinde der friedlichen Entwicklung des Sozialismus auf deutschem Boden. Die haben nicht studiert, die hatten Karrierechancen bei der Straßenreinigung.

Natürlich ist das in der aktuellen kulturell sehr aufgeheizten Debatte schwierig. Sie sprechen in der Öffentlichkeit Arabisch, schon hält einen der Bundesinnenminister durch fachlich gut geschulte Mitarbeiter für einen Attentäter. Auf der anderen Seite müssen Sie auch die Methoden verstehen, mit denen die regierenden Sicherheitsbehörden uns als Bürger gegen unsere eigenen kontraproduktiven Gedanken zu schützen versucht. Man googelt nach einem Schnellkochtopf, Buchweizengrütze, einem Rucksack und Bergtouren, und schon darf man als Bombenleger nicht mehr die EU verlassen. Das geht ja inzwischen puppenleicht.

Aber Sie müssen die Bringschuld verstehen, die die Asylanten in unserem demokratischen Staat zu leisten haben. Die müssen porentief rein sein, wie Waschmittelreklame aus der Adenauerzeit, und kein Stäubchen darf auf deren Gesinnung liegen. Die müssen im Einbürgerungstest Mittelgebirge nennen können, von denen kein deutscher Abiturient jemals den Namen gehört hat. Vorbildlich. Sonst läuft hier absolut nichts. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, da ist auf dem Telefon eine Datei mit der deutschen Nationalhymne, vielleicht noch die dritte Strophe, Zitaten von Heinrich Heine bis Jürgen Habermas, einem Abriss der Geschichte des Althochdeutschen, allen Fußballtoren seit Konietzka und dem Bonner Kommentar einschließlich Fußnoten. Muss sich das unsere Volkswirtschaft bieten lassen, wenn wir nur Fabrikarbeiter und Pflegekräfte suchen?

Wir haben das schon richtig gemacht. Man muss doch auch mal an die Kinder denken. Und wenn es um die Möglichkeit von Sozialbetrug geht oder beispielsweise die Islamisierung der deutschen Weihnachtsmärkte, da muss man rechtzeitig einen Riegel davorschieben. Stellen Sie sich mal vor, die Puppe fragt Ihre Kinder, was die sich wünschen, und sie sagen: wir wollen in den Skiferien nach Mekka! Da muss man doch Angst haben, wie der Niedergang der abendländischen Kultur sich ungehindert beschleunigt, oder?

Natürlich ist das ein Bruch der Grundrechte. Dass man Menschen diskriminiert, nur weil sie aus Ländern kommen, die auf einer Liste stehen – das ist in der westlichen Welt zwar nicht gerne gesehen, aber man hat ja nicht immer alle Augen offen. Daher sind wir als Bundesregierung in unserem Verhalte auch absolut konsistent und machen keine Zugeständnisse. Weder bei Cayla noch bei diesen Asylanten. Wegen der deutschen Menschenwürde. Warum? Ach, ein Teil der Gesetzgebung könnte Sie verunsichern.“





Uppsala!

20 02 2017

„… komme es möglicherweise zu Lieferengpässen. Andererseits würden die Vereinigten Staaten nur so wenig Knäckebrot importieren, dass Kanada und die afrikanischen Staaten noch ausreichend…“

„… es im Textilmuseum von Borås zu Schäden an der Beleuchtungsanlage gekommen sei. Die Reparatur sei jedoch ein rein nationales…“

„… dass Gerüchte, die Wiedervereinigung von ABBA betreffend, höchst übertrieben seien. Ein Exklusivkonzert in der US-Botschaft sei daher mehr als…“

„… wolle Carl XVI. Gustaf internationale Forscherteams zur Fortbildung nach Schweden einladen, um die Einflüsse des Klimawandels auf die Land- und Forstwirtschaft zu…“

„… an den Ufern des Hornborgasjön seit längeren keine größere Kranichpopulation gesichtet worden sei. Dies liege vor allem daran, dass die amerikanische Delegation vier Wochen zu früh…“

„… dass es am Smörgåsbord im Posthof von Lidköping keine eingelegten Gurken gegeben habe. Das Fremdenverkehrsbüro stehe kurz vor dem…“

„… aber noch keine Rückrufaktion geplant habe. Das Handschuhfach des Volvo S90 könne durch den kostenfreien Austausch der Klemmfeder innerhalb weniger…“

„… eine Sturmwarnung ausgegeben worden sei, die jedoch keine Auswirkungen auf die lokale…“

„… es in Schweden keine Ortschaft namens Bowling Green gebe. Das Außenministerium habe den Botschafter umgehend…“

„… im Nationalpark Stora Sjöfallet einen Touristen, der eine Bonbontüte aus Cellulosehydrat ohne erkennbaren Vorsatz neben einen Müllkorb geworfen habe. Er sei jedoch nicht deshalb streng ermahnt worden, weil er aus den…“

„… seien mehrere Fahrkartenautomaten der Flygbussarna Airport Coaches AB Text nicht in der Lage, Zwei-Kronen-Münzen herauszugeben. Es sei jedoch zu keiner Zeit die prognostizierte Implosion des Universums zu…“

„… in sämtlichen europäischen Medien auf den Titelseiten erschienen sei. Im Gegensatz dazu habe die in der Serie Mannen som gör vad som faller honom in erschienene Karikatur so gut wie kein Aufsehen außerhalb der…“

„… schwerwiegenden technischen Problemen gekommen sei. Thörnquist habe den Wettbewerb als ältester Sänger fast nicht mehr zu Ende…“

„… es in allen Filialen der Inköpscentralernas Aktiebolag Hummus zu kaufen gebe. Das sei laut der römisch-katholischen Kirche in Schweden noch kein Anzeichen für eine Islamisierung des…“

„… dass die Hauptfassade von Schloss Drottningholm einen schimmelresistenten Anstrich bekomme. Die Kosten habe das Riksdagshuset einstimmig…“

„… werde die Stahlindustrie bei steigenden Strafzöllen bis auf Weiteres keine schwedischen Gardinen mehr nach…“

„… zwischen Katterjåk und Riksgränsen aus Witterungsgründen gesperrt worden sei. Es gebe hingegen keinen Hinweis, dass die Schneeverwehungen von Islamisten…“

„… sich der Flugkörper über der Hauptstadt als Drohne vom Typ Karlsson…“

„… einen Anstieg grausamer Gewaltverbrechen verzeichnet habe, so dass die Bundespolizei von fünfzig und mehr Attentaten zu je hunderttausend Trilliarden Todesopfern ausgehe. Andererseits habe der Präsident vor seinem letzten Entzug ein Buch von Stieg Larsson in seiner…“

„… habe einen Fahrer verfolgt, der angetrunken ein Kraftfahrzeug in Stockholm entwendet habe. Ein terroristischer Hintergrund sei auch nach Abschluss der Ermittlungen nicht…“

„… die Öffentlichkeit betrogen habe. Es gebe in Schweden gar kein Präsidentendekret, dass jedes Mädchen ihr eigenes Pferd in die…“

„… es keine Anzeichen für die Islamisierung der Klosterkirche von Eskilstuna gebe. Auch eine Nutzung für antiamerikanische Umtriebe sei nicht…“

„… die Besteigung der westschwedischen Tafelberge nicht durch ausländische Eroberer im zehntausendsten Jahrhundert vor…“

„… einen Vize-Weltmeistertitel erreicht habe. Die Fußballnationalmannschaft der Vereinigten Staaten dagegen sei durch eine Verschwörung auf internationaler Ebene nie in die Nähe einer…“

„… ein Drittel der EU-Bevölkerung ausgelöscht habe. Conway wisse, dass der Dreißigsekündige Vernichtungsangriffskrieg nur deshalb nicht stattgefunden habe, da er in der Lügenpresse nie…“

„… das politische System Schwedens sich noch immer von anderen westlichen Regelungen unterscheide. Die Regierung betrachte dies als eine Provokation, die nur durch eine atomare…“

„… habe die Polizei einen Migranten mit schwerer Persönlichkeitsstörung festgenommen. Er habe sich mit einer blonden Perücke und…“

„… sich nach Erkenntnis der Regierung 100% aller schwedischen Straftaten in Schweden ereignen würden. Als Anführer der NATO werde man die zeitnahe Vernichtung der…“

„… mit Verletzungen ins Mount Sinai Hospital eingeliefert worden seien. Sie hätten in der Küche von Hjalmar Soderborg III. beim Öffnen einer Dose Surströmming lebensgefährliche…“