Schlaflos (irgendwo zwischen Bad Hersfeld und Tuttlingen)

24 01 2009

Die Nacht ist dicht und dunkel,
voll Traum und Sterngefunkel
und ungezählten Schafen.
Im Garten gurren Tauben.
Die können sich’s erlauben,
die dürfen morgen länger schlafen.

Wie ich so lieg und schweige
und leicht das Köpfchen neige,
fällt mir Frau Breschke ein.
Ich müsste Essig kaufen.
Man soll nicht so viel saufen.
Das ganze Leben ist ein Schwein.

Was soll ich Anne schenken?
Ich muss an Bohnen denken,
die sind im Angebot.
Der Tag, der hält die Zügel
und lässt des nachts die Flügel
nicht los. Nicht bis zu meinem Tod,

wo ich dann endlich schlummer.
Wo war noch mal die Nummer
vom Karnevalsverein?
Verdammt! Wie dies Getöse
da unten nervt! Und böse
will ich… doch lass ich’s sein.
(Mein linkes Bein schläft auch schon ein.)