Die täglichen Dinge oder Versuch einer sinnlosen Ballade

13 09 2009

für Erich Kästner

Und wenn ein Kind ins Wasser spuckt –
dem Wasser ist das einerlei.
Wenn es mir an der Nase juckt,
das stört mich nicht. Das geht vorbei.
Der Wind verweht. Die Sonne sinkt
hinab bis in die Bäume.
Dort ist kein Meer, wo man ertrinkt –
    Träume sind Schäume.

Die Tage schreiten stramm voran,
auch wenn es rückwärts schöner wär.
Man stellt sich einfach hinten an,
dann wird das Warten halb so schwer.
Kalenderblätter sind wie Laub,
sie füllen Zwischenräume
auf Zifferblättern wie mit Staub:
    Träume sind Schäume.

Vielleicht passiert an diesem Tag
in einem fernen, finstren Land,
was ich so gar nicht glauben mag.
Vielleicht verschwindet mein Verstand
und wandert fröhlich in die Welt,
dieweil ich’s selbst versäume.
Du kriegst nie das, was Dir gefällt.
    Träume sind Schäume.


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