Hin ist hin

26 09 2009

Bauz! Das Ding ging glatt in Scherben.
Fegt es auf, dann ist es gut.
Darum streiten keine Erben,
darum gibt’s nie wieder Wut.
Alles lässt sich schnell verschmerzen,
liegt’s Dir auch so sehr am Herzen.
Wirf es weg, hol’s neu im Laden.
    Weg mit Schaden.

Ach! Malwine, diese Perle,
liebenswert, doch herzlich doof,
schmeißt sich ran an andre Kerle
und die machen ihr den Hof.
Lass sie ziehn. Wein keine Träne
um die furchtbar schnöde Schöne.
Trauer nicht um Brust und Waden.
    Weg mit Schaden.

Aus! Es gibt nichts mehr zu retten.
Dieses Land bleibt nicht verschont.
Unsre Freiheit liegt in Ketten.
Wer besitzt, wird noch belohnt.
Alles hin. Die Geier kreisen.
Hier ist nichts mehr zu beweisen.
Deutschland? Jetzt geht alles baden.
    Weg mit Schaden.


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4 responses

26 09 2009
Mike Seeger

Immer dieser erzwungene Optimismus vor der Wahl 🙂 So ein bisschen Nina Ruge (Alles wird gut!) könntest Du uns schon lassen. Sei es nur, wegen des bösen Erwachens am Montag.

26 09 2009
bee

Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera, weil diese Koalition in der Sackgasse erst Gas gegeben hat, als die Wand sichtbar wurde. Retten wird uns höchstens ein Wunder. Aber ich glaube nicht daran, dazu habe ich schon zu viele gesehen.

26 09 2009
Morla

Ich habe doch glatt gehofft, dass bald Zeiten anbrechen würden, in denen ich weniger Arbeit haben werde. Zeiten, wo es endlich nach Recht und Gesetz in dieser ausgerufenen Demokratie gehen könnte.

Nun denn, heute kann ich mich selbst schelten: „Das wird nicht aufhören! Du bleibst ein Schaf, wenn du auf Änderung hoffst. Die Arbeit muss weiter gehen.“

Also bedeutet das noch genauer hinzuschauen. Noch lauter und deutlicher Ross und Reiter nennen. Diese Arbeit, die ich meine, beginnt bereits in der kleinsten Kommune. Sie bedeutet, Anfragen an den Landrat, Anzeigen bei der Kommunalaufsicht, Anzeigen beim Innenministerium – und sie endet beim Verwaltungsgericht – und dort vielleicht mit einem Scheinerfolg – um dann wieder von vorn zu beginnen.

26 09 2009
bee

Es bleibt eine Sisyphosarbeit, aber sie ist nicht sinnlos; denn in ihr selbst liegt ihr Wert und in ihr selbst die Fähigkeit zur Revolte. Sisyphos ist frei, und diese Freiheit kann ihm keiner nehmen. Auch nicht die Götter, die ihn versehentlich zur Freiheit verurteilt haben.

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