In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XXIX)

19 02 2011

Der Pospischil suchte in Penk
zur Hochzeit ein hübsches Geschenk.
Schon bald war die Feier,
indes, es wurd teuer.
„Viel teurer“, klagt er, „als ich denk!“

Abdurrahman tappt in Edirne
im Dunkeln und stieß sich die Stirne.
Und wie er auch fluchte,
er fand, was er suchte,
im Haus nicht: die Vierzig-Watt-Birne.

Die Kauksi fand in Palupera
ein Mitbringsel für ihren Lehrer.
Sie hofft, für Geschichte
und Rechnen, da richte
ihr Zeugnis wohl ein Briefbeschwerer.

Herr Vochdalek, Schulze von Kšice,
der sägt in den Zaun lauter Schlitze.
„Ist Lüftung bei Strahlen
von Sonne, drum male
ich schwarz an, damit ich nicht schwitze!“

Es pflegt van der Croonrijk aus Brummen
beim Rechnen ganz leise zu summen.
So gehn Additiönchen
geschwind mit den Tönchen;
der Schlussstrich erst lässt ihn verstummen.

MacGowran, der Alte aus Bray,
der hasste nichts so sehr wie Schnee.
Zwar strahlt bei dem Manne
zur Weihnacht die Tanne
in Weiß, doch das Zeug ist nur Spray.

Den Pepi, den plagte in Brückl
der Durst. Nun, so ging er ein Stückl,
dann kauft er zur Jausn
ein Flascherl mit Brausn –
das zischt, doch ihn stört das Geprickl!