In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XXX)

26 02 2011

Es schliff Mário in Amora
den Meißel noch einmal, bevor er
das Ding an der Mauer
ansetzte. Von Dauer
war es nicht. Da nahm er den Bohrer.

Miss Pembroke, die kaufte in Corfe
ein Häuschen. Sie liebte das Dorf.
Jedoch wollt sie geizen
und sparte beim Heizen.
Es roch dann in Corfe sehr nach Torf.

Herr Temkivi radelt nach Abja,
just zwölf schlug’s, da war er erst knapp da.
Die anderen waren
im Zug vorgefahren.
Da kam er – sie lachten sich schlapp ja!

Ein Journalist dachte in Pesaro:
schreib blumig, das machte schon Cäsar so.
Er griff nach Bedarfe
ganz hübsch in die Harfe –
das Schmalz tropft. Und schon war’n die Leser froh.

Lord Snoreswith begab sich nach Worcester
zwecks Absatzverbessrung zum Schuster.
Die seitlich ungleichen
erlaubten nur Schleichen.
Als er endlich da war, war’s duster.

MacGilligan reiste nach Gort
und sucht alles ab dort im Ort.
Als Knabe vergaß er
dort etwas am Wasser –
er fand’s nicht. Und fuhr wieder fort.

Es schreit Onkel Fadil in Fier,
es säß unterm Bett so ein Tier.
Der Zef sprach zum Vater:
„Das ist wohl der Kater,
den Du morgen hast – von dem Bier!“