In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XXXII)

12 03 2011

Jacqueline sucht in ganz La Rochelle
ein Kätzchen mit seidigem Fell.
Man zeigt ihr auf Wunsch hin
ein reinrassig Munchkin –
das Tier war ihr leider zu hell.

João war verhasst in Vouzela,
er galt dort als ein Ohrenquäler.
Man nahm’s noch als Laune,
sein Spiel der Posaune,
doch dann blies er die Vuvuzela…

Herr Jöchli, bald hundert, in Malters
erfreut sich des Tags wie des Alters
im grünen Gefilde
ganz still vor dem Bilde
von Blumen mitsamt eines Falters.

Malwine, sie schwitzte in Guttaring,
am Finger steckt nämlich der Mutter Ring
und steckt auch zu fest da.
„Pass auf“, sagt die Schwester,
„ich mein, dass das bestens mit Butter ging.“

Herr Bertil, der sammelt in Lund
gern Pilze. Dies Jahr war sein Fund
an Röhrling und Seitling,
weil er täglich ausging,
zusammen an die hundert Pfund.

Es war Tante Betty aus Zug,
die meist ihre Brille nicht trug,
da sie nicht dran dachte.
Sie merkt es und lachte
im Winter, wenn jene beschlug.

Seit gestern wohnt Parker in Pima.
Bis jetzt findet er alles prima.
Als Wüstenbewohner
fand er Arizona
geeignet. Er schätzte das Klima.