In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XXXIV)

26 03 2011

Herr Volckxbroek, der packte in Mol
das Reisegepäck für den Pol:
die Schurwollschabracke,
die Seehundsfelljacke –
und, wie man sich denkt, Alkohol.

Giampietro lief durch Borgorose,
ganz ängstlich wie eine Mimose,
die schutzlos erzittert,
Gefahr ständig wittert –
der Gurt seiner Hose war lose.

Zehntausend! Es konnte in Assen
Frau Smeulders ihr Glück gar nicht fassen –
da davon ihr Gatte
gewusst gar nichts hatte,
begann sie schnell, es zu verprassen.

Gonzales, der kratzt in Reinosa
die Dachrinne aus, wo einst Moos war,
steigt fröhlich und heiter
erneut auf die Leiter
und streicht dann das Blech in Zartrosa.

„Nicht übel“, sprach Brian in Hessle,
„der Fettsack sitzt reglos im Sessel.
Sie werden dem Dicken
das Lösegeld schicken.
Nicht nötig, dass ich ihn noch fessel.“

Herr Tordenskjold pflegte in Ølen
von morgens bis abends zu nölen.
Man sagte noch neulich,
die Laune sei gräulich
bei ihm und bei seinen drei Tölen.

Dem Schmalbauer knirschte in Grades
die Achse des hinteren Rades
am Lastenanhänger –
er achtet’s nicht länger
und rief noch: „Nur weiter, beladt es!“