In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXVI)

5 11 2011

Herr Kovář, der Gastwirt in Chrast,
der achtet, dass man bei ihm prasst.
Im Rausch von alleine
verschwimmen die Scheine,
er nimmt’s und sagt dann: „Gut, das passt!“

Jewgenija, sie kaufte in Miass
ein Westchen mit Perlen und Strass.
War teuer zu kaufen,
blieb nichts mehr zu saufen
dem Gatten – das kam ihr zupass.

Der Görmlingerbauer in Kittsee
sprach: „Wenn ich kein Bargeld für Sprit seh,
braucht Ihr nicht zu bitten,
von Hand wird geschnitten,
statt dass ich motorisiert mit mäh!“

Zehn Rubel fand Wiktor in Pewek
und sagt sich: „Wenn ich erst den Schnee feg,
vergess ich den Fund hier,
zum Jubeln kein Grund mir,
denn dann ist das Scheinchen ja eh weg.“

Herr Jellinek pustet in Stall
Ballons auf. Drei Dutzend sind prall,
da hört man ein Keuchen,
ein Seelenentfleuchen –
sein Kopf platzte ihm, Knall auf Fall.

Humberto, ein Rat in Lolol
setzt sich an den Saal – brechend voll
war dies Hinterzimmer.
Es langte, wie immer,
zum Zeichnen nur fürs Protokoll.

Gennadi erzürnt sich in Perm
des Nachbarn: ihn störte der Lärm.
Kaum in den Schlaf fiel er,
dröhnt der Plattenspieler
und fuhr ihm damit ins Gedärm.


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