Idyll

20 11 2011

für Franz Josef Degenhardt

Schau, da steht schon unter Pflaumenbäumen
Tisch und Stuhl, und leis die Sonne scheint.
Hier ist alles milde. Vögel träumen.
Alles spricht und schweigt. Und keiner weint.

Mancher Trinkspruch geht, wenn sie erzählen,
Rudi Schulte, Klaus Springorum und
alle, die man einst betrog beim Wählen,
lächeln, und sie halten ihren Mund.

Manchmal mag der eine Tabak schnupfen,
wie er so an ihrem Tische sitzt,
und ein andrer die Gitarre zupfen,
schiebt die Ärmel auf dazu und schwitzt.

Heiterkeit teilt Wein und Schnaps und Braten
mit den Zöllnern, und zum Abendmahl
sogar mit sozialen Demokraten.
Hier ist alles eins. Wir sind egal.

Teilt das Tischtuch auch mit den Geschwistern,
hat an deren Anblick sich gewöhnt,
wenn die Gläser klingen, Pfeifen knistern,
hat mit dem Senator sich versöhnt.

Neigt die Sonne schließlich sich im Westen,
singen Rudi, Väterchen und Che
noch ein letztes Lied. So klingt’s am besten,
summt noch leise: Hemba – hemba hé!


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