In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXI)

10 12 2011

Es hinkt Frau Therese in Grein
beim Bergwandern stets hinterdrein.
Die Ausdauer schwindet,
das sie sich so schindet,
in jedem Schuh ist ja ein Stein.

Thierry hat beim Fischen in Metz
viel Ärgernis mit dem Gesetz.
Er fand beim Gendarmen
durchaus kein Erbarmen –
er konfiszierte ihm das Netz.

Der Bruno, der saß in Kremsmünster
am Bahndamm versteckt hinterm Ginster.
Doch war’s nicht zu glauben,
die Bank auszurauben
säß er dort. Es war ja stockfinster.

Herr Gullvåg, der plante in Hol
die Expedition hoch zum Pol,
die trefflich bemannt war,
denn der Proviant war
nur Büchsenfleisch. Und Äthanol.

Herr Schmölzer, Diätkoch in Klam,
dem kein Gast zum zweiten Mal kam,
ja floh in die Ferne,
der nahm nun mal gerne
zu allem Rosinen und Rahm.

Es freute Kishil in Butare
beim dürftigen Wuchs seiner Haare,
dass er nach den Fuhren
an Haarwuchstinkturen
auch gleich den Friseurbesuch spare.

Es dachte sich Recep in Bor:
„Jetzt kommt der Elfmeter – zuvor
geh ich vor die Türe
und hol ein paar Biere.“
Am Kühlschrank verpasst er das Tor.


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