An Resten nichts Neues

21 12 2011

„Seicht soll er sein?“ „Und harmlos.“ „Dann scheidet Pofalla ja aus. Der ist nur seicht.“ „Und er muss wirklich doof sein.“ „Leute, jetzt aber mal ernsthaft. Weihnachten steht vor der Tür, und wir sollen hier den Bundespräsidenten finden.“ „Das ist Pofalla doch.“ „Wie, der neue Präsident?“ „Nee, aber wirklich doof.“

„Jetzt reißen Sie sich bitte mal am Riemen, wir müssen eine Personalentscheidung von höchster Tragweite vorbereiten.“ „Ach, quatschen Sie doch keine Opern hier – Mutti braucht mal wieder ’ne Handpuppe, was?“ „Etwas mehr Respekt, wenn ich bitten darf!“ „Er hat doch Recht, was soll das denn noch?“ „Immerhin ist der Bundespräsident…“ „Jaja.“ „… einer der höchsten…“ „Wenn Sie mit dem Arbeitspensum in der Wirtschaft säßen, hätte Ihnen Roland Berger nach drei Tagen das Büro vernagelt und ihre Stelle durch drei vietnamesische Niedriglöhner ersetzt.“ „Wer sind denn die beiden anderen?“ „Wenn es danach ginge, können wir Westerwelle ruhig verheizen.“ „Wie kommen Sie auf die Schnapsidee?“ „Danach sind wir den wenigstens endgültig los.“

„Kollegen, ich appelliere nochmals an Ihre Vernunft!“ „Dann lassen Sie die Merkel aus dem Spiel.“ „Genau, die hatte doch schon immer eine recht merkwürdige Vorstellung von sich und dem Präsidentenamt.“ „Vor allem von sich, hähä!“ „Koch.“ „Was?“ „Roland Koch.“ „Sind Sie noch gang bei Trost!? den wählt doch keiner!“ „Hatten sie bei Wulff auch alle gesagt.“ „Aber der Mann ist doch ein lupenreiner Antidemokrat.“ „Das sind Henkel und Sarrazin auch, aber im Gegensatz zu Koch würden die keine Rechtspartei auf die Beine stellen können.“ „Und deshalb muss Merkel den abservieren?“ „Warum wurde Wulff Präsident?“ „Stimmt. Dann hätte sie nach zwei Fehlschüssen mit Schröder und Bouffier auch erst mal Ruhe von den Hessen.“ „Aber Henkel wäre eitel genug.“ „So eitel wie Wulff ja, ihm fehlt halt das Glamourgirl an seiner Seite.“

„Mal ’ne andere Perspektive: könnte nicht einer von den Stones das machen?“ „Das finde ich gut.“ „Wieso, was soll denn daran nun gut sein?“ „Weil sie dann der nächsten Auflage der Großen Koalition aus dem Weg ginge.“ „Und sie hat den Präsidenten, der ihr offiziell ans Bein pinkeln könnte.“ „Dann macht das Gabriel. Da gucken alle in die Röhre!“ „Vor allem die SPD.“ „Warum nicht Ulla Schmidt?“ „Wer?“ „Ulla Schmidt, absolut krisenfest. Die hat mit dem Dienstwagen schon genug geübt. Und die hatten wir so lange an der Backe, die paar Jahre als Präsidentin kriegen wir auch noch herum.“ „Hören Sie mal, wenn ich Sekundenkleber will, wähle ich Sauerland.“ „Oder die Bundesuschi.“ „Nee, die sitzt diesmal wieder auf der Planstelle für die beleidigte Leberwurst.“

„Meine Güte, das kann doch nicht so schwer sein!“ „Gottschalk?“ „Der braucht doch selbst einen Nachfolger.“ „Soll er hat Lindner nehmen.“ „Der ist auch blond, oder?“ „Ja, aber auch von innen.“ „Leute, ich will hier ein vernünftiges Brainstorming sehen!“ „Andrea Nahles?“ „Vernünftig!“ „Man könnte doch einen nehmen, der seine Inkompetenz auf mehr als einer Ebene unter Beweis gestellt hat.“ „Meinen Sie Oettinger oder Stoiber?“ „Ich konnte mich nicht zwischen Guttenberg und Koch-Mehrin entscheiden.“ „Dann doch schon lieber Mappus. Da sitzt das Volk wenigstens nie auf dem Trockenen.“ „Leute!“ „Warum müssen wir denn den überhaupt ersetzen? Haben wir nichts Besseres zu tun so kurz vor den Feiertagen?“ „Stimmt. Eigentlich müsste die Merkel schon darüber nachgedacht haben…“ „Hähä!“ „Guter Witz, Kollege, sehr guter Witz!“ „… warum Sie noch vor ein paar Tagen gesagt hat, dass Wulff eine hervorragende Arbeit macht.“ „Die eine Möglichkeit ist, dass sie ihn für seine Strampelei lobt. Er ist ja schließlich Präsident von der Kanzlerin Gnaden.“ „Weil ihr egal ist, wer unter ihr Staatsoberhaupt wird?“ „Die andere Möglichkeit wäre dann wohl, dass sie ihn sowieso erst wegen seiner demolierten Moralvorstellungen gekauft hatte?“ „Liegt nahe.“ „Eben, und deshalb wird er jetzt auch gestützt, bis der Staatsanwalt durchlädt.“ „Und das ist erheblich?“ „Hören Sie mal, der Bundespräsident hat ihr vollstes Vertrauen. Das reicht für mehr als ein politisches Todesurteil.“

„Wenn die Banken alles kontrollieren wollen, warum machen wir nicht gleich Ackermann zum Präsidenten?“ „Weil der Mann Schweizer ist?“ „Nee, aber er hatte wohl Geschäftsbeziehungen zu Maschmeyer.“ „Kollegen, bitte! Das kann doch nicht so weitergehen.“ „Seibert wäre auch noch da.“ „Der Mann ist doch völlig inkompetent.“ „Kann aber perfekt die Seiten wechseln.“ „Verdammt, es wird doch wohl noch geistige Größen in der deutschen Politik geben, die sich als Präsidenten eignen!“ „Lebt eigentlich Geißler noch?“ „Das müsste Lafontaine wissen.“ „Hat Köhler nicht noch vier Jahre über?“ „Wir bräuchten da einen, der echt authentisch für die CDU ist – richtig konservativ und mit Machtbewusstsein.“ „Am besten einen, der auch politische Erfahrung in der Wendezeit hatte wie Gauck.“ „Einen, der sich alles erlaubt hat.“ „Die Typen hatten doch eh was mit Schwarzgeld an der Backe.“ „Scheißegal.“ „Eben, die brauchen die öffentliche Anerkennung, auch wenn sie nie etwas Vernünftiges getan haben.“ „Stehen die über dem Grundgesetz?“ „Besser. Die liegen meilenweit drunter.“ „Rollstuhl stört nicht?“ „Ach was, das geht doch locker.“ „Dann ist es ja klar. Beckmann, Sie rufen dann bitte diskret an. Herr Doktor Kohl soll sich auf keinen Fall unter Druck gesetzt fühlen.“


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