In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXVI)

28 01 2012

Es stöhnte Herr Mam in Paoy Pet.
Die Zeitung lag meterweit weg,
die man ihm sonst druckfrisch
platziert auf dem Nachttisch.
So schmollte er. Und blieb im Bett.

Bernardo in Rurrenabaque
betrat eine Handlung für Lacke
und Farben. Als Muster
(das braucht man, das wusst er),
da dient ihm ein Fleck auf der Jacke.

Es fragte sich Linda aus Rønne,
wenn sie wohl im Lotto gewönne,
was sie dann wohl kaufte –
die Haare sie raufte,
sie wusste nicht, was sie sich gönne.

Der Tomitschek schimpfte in Raaba
den Lehrbuben: „Lass das Gelaber,
wenn Dir mal der Teig kippt,
sieh zu, dass man’s aufschippt
vom Boden – da nimmst halt den Schaber.“

Frau Ling zurrte schnell in Kowloon
Ihr Haus fest. Schon kam der Taifun,
doch ging die Verwüstung
nur bis an die Brüstung
der Fenster. Und störte kein Huhn.

Tabuni fuhr in Surabaya
zur Hochzeit. Als Tortenverleiher
war er fest zu buchen
für Pappmachékuchen.
Er fehlte auch auf keiner Feier.

Kaboulou durchwühlte in Pô
verzweifelt das kniehohe Stroh.
Er schwitzte. Er fluchte.
Nicht Nadeln er suchte,
sein Zirkus verlor einen Floh.


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