In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXVII)

4 02 2012

Es brannte bei Asim im Osch
der Rasen, wie er auch drauf drosch.
Als er schon halb lahm war,
wurd’s finster; es kam da
der Regen, und alles erlosch.

Kabelo, der fuhr nach Gumare,
und zwar erster Klasse. Er spare,
das sagt er verständlich,
für sich. Aber endlich
liegt man doch allein auf der Bahre.

Es plagte sich Mart in Aela:
er rechnete nie ohne Fehler,
die schnell sich einschlichen,
sobald er bei Brüchen
verwechselte Nenner und Zähler.

Giuseppe, der baut in Ambivere
viel Türme. Auch höhere, schiefere
als jenen in Pisa,
den man vorher nie sah,
samt Löchern. (Natürlich nur tiefere.)

Camillo, der lobte in Cene
den prachtvollen Gaul. Welche Mähne!
welch Fell und Statur war
des Rosses Natur da!
Er schaute nur nicht auf die Zähne.

Es wartet Fuat in Aqtau
seit Stunden schon auf seine Frau.
Sie steht im Gelände,
sie denkt ja, sie fände
nur Ruhe von ihm hier – im Stau.

Bei Märit, der Köchin in Helle,
war’s so: es rückt ihr auf die Pelle
Herr Poulsen. Er zwickte,
wo es sich nicht schickte.
Sie gab’s ihm zurück. Mit der Kelle.