In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXVIII)

11 02 2012

Es sucht Cyrus in Schahr-e Kord
den Ball. Doch der Ball, der ist fort.
So folgert er richtig,
wenn man stark kurzsichtig,
ist Golf kein geeigneter Sport.

Émile lief nebst Gattin durch Mecheln.
Das Tempo ließ ihn ziemlich hecheln,
der Dame hingegen
fiel’s leicht, sich zu regen.
Sie konnte darüber nur lächeln.

Kaj konnte nicht schlafen in Hov.
Man feierte lautstark beim Schwof,
doch statt mit den ganzen
Anwohnern zu tanzen,
lag Kaj nur im Bett. Und fand’s doof.

Der Wojkowitz krankte in Weiz
sein Leben lang schon sehr am Geiz.
Er war doch begütert –
was ihn doch erschüttert
am Geizen, das war dessen Reiz.

Herr Scarpa lebt fröhlich in Claut,
doch fehlt ihm bisweilen die Braut.
Es ist zum Verzagen,
’ne Dame zu fragen
ist etwas, das er nicht traut.

Ménothy vermisst in Jacmel
den Hund. Er erspäht kaum sein Fell,
das sich in der Menge
nicht zeigt im Gedränge,
doch hört er sein lautes Gebell.

Dem Großonkel Ain in Sangaste
sein Beinkleid an sich sehr gut passte.
Was ihn jedoch quälte:
der Hosenknopf fehlte.
Das Ding rutscht. Wie er so was hasste!


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