In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXIX)

18 02 2012

Ernesto fand in Yacuíba
im Keller den eisernen Schieber.
Der war höchst entbehrlich,
es schneite bloß spärlich –
ein Besen, der wäre ihm lieber.

Wenn Hasan der Ball in as-Salt
beim Squash an die Ziegelwand prallt,
springt er umeinander.
Vor Tagen, da fand er
das Ding nur mit größter Gewalt.

Patricio, Ästhet in Cañete,
er liebt nichts so sehr wie die Röte
des Abends, der Rosen,
von Hemden und Hosen,
die er auch färbt – durch rote Beete.

Da Karen, die Alte aus Gram,
schon immer die Straßenbahn nahm,
saß sie, um zu warten,
für Stunden im Garten.
(Es gibt dort indes keine Tram.)

Tommaso verlor in Avella
ein silbernes Kettchen im Keller.
Wie er’s auch verfluchte,
er fand’s nicht. Er suchte
im Obergeschoss. Da ist’s heller.

Dipankar beschwert sich in Bhopal.
„Es geht nicht, dass ich für das Stroh zahl!
Ich bin schon verschuldet,
da ich es geduldet,
dass man sich das Gras von mir so stahl.“

Ach, Askar kam eilig in Kant
zur Feuerwehr – er war gerannt,
da erst ihm der Stadel
und dann auch das Radel
in lodernden Flammen verbrannt.


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