In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXXII)

10 03 2012

Cristina, die in Alfonsine
viel buk, sie verzog keine Miene.
Sie sah, ihre Mutter,
die nahm mangels Butter
zum Backen ein Pfund Margarine.

Eugène, Hagestolz in Verrettes
galt bei allen Damen als nett,
doch blieb unbeweibt er,
da ziemlich beleibt er,
um es nicht zu sagen: recht fett.

Maureen, die des Nachts in Cave Creek
den Nachbarn aufs Dach hinauf stieg,
was die lästig finden,
fragt man nach den Gründen,
worauf sie, man ahnt es, nur schwieg.

Vom Schwitzbad kam Said in Obock,
da traf ihn beim Anziehn der Schock.
Die Hose, das Hemd fort,
es lag auf der Bank dort
ein Hütchen und ein Faltenrock.

Es flüchtet Herr Yee in Peng Chau
verängstigt vor Han, seiner Frau.
Da gibt’s nichts zu loben,
sie neigt sehr zum Toben
und schlägt selbst für nichts noch Radau.

Herr Kjølgaard in Aasiaat
nimmt Pillen auf ärztlichen Rat
als Heilmittelhasser
ein mit warmen Wasser,
genauer: im schäumenden Bad.

Joe Snider versucht sich in Blair
im Schachspiel. Er findet’s nicht schwer.
Dass er keinen König
hat, stört ihn nur wenig.
Die Regeln kennt er. Ungefähr.


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