In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXXIV)

24 03 2012

Seriche, der sucht in Ncue
zum Anzug die passenden Schuhe
in der ganzen Wohnung.
Sein Weib tat, zur Schonung,
sie einfach in die Tiefkühltruhe.

Als Rubén sich jüngst in El Puente
vom Kompagnon schlussendlich trennte,
hat er’s nur verschlimmert.
Der Laden verkümmert,
weil Rubén jetzt ausschließlich pennte.

Marie füllt in Zwettl an der Rodl
fein Butter hinein in das Model,
so wie sich’s gehörte.
Was doch dabei störte,
war ihr dröhnend lautes Gejodel.

Ferruccio sitzt in Marcianise
samt Tee unter seiner Markise.
Wenn’s hell auch nicht leuchtet,
er wird stark durchfeuchtet:
es weht eine kräftige Brise.

Es spielte Tvrtko in Sesvete
von morgens bis abends Trompete.
Dann war sie verschwunden.
Man fand erst nach Stunden
im Garten den Rest von der Tröte.

Da stand Raúl in Sangolquí
am See. Dort fuhr man Wasserski.
Er wollte seit Tagen
die Schlittschuhe tragen –
vergebens, es schneite dort nie.

Herr Plettacher, der sich in Unken
beim Kirchweihfest kräftig betrunken,
schlief aus in der Scheuer.
Das hat ungeheuer
dem Heuknecht beim Gabeln gestunken.


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