In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXXV)

31 03 2012

Gustavo, Frisör in Ovalle,
versprach, dass der Schnitt ihr gefalle.
Die Dame, die hatte
nichts mehr – nur noch Platte.
Da saß er ganz schön in der Falle.

Ángel in Tonacatepeque
erfand ständig neue Gebäcke,
doch keine Erfindung
war wie die Verbindung
aus Windbeutel, Hörnchen und Schnecke.

Die Hunde von Karl in Kapellen
begannen schon morgens zu bellen.
Man hörte die Hunde
bis zur Abendstunde,
sie rührten sich ja nur im Hellen.

Monpoint schritt schon in Marmelade
zum Zuber. Doch statt seinem Bade
musst er dreißig Treppen
das Wasser raufschleppen.
Die Feuerwehr kennt keine Gnade.

Said liest in Gonbad-e Qabus
bei Büchern als erstes den Schluss,
denn nur, was gut endet
und Frohsinn ihm spendet,
das liest er auch ohne Verdruss.

Als Heiki, ein Dieb in Kandile,
den Zoo bestahl, raubte er viele,
ja tausende Eichen.
Man sieht ihn erbleichen
vor Schreck – tausende Krokodile…

Die Schmieds luden ein, um in Ranten
zu feiern mit allen Verwandten.
Die kamen in Strömen
mit Basen und Öhmen,
von denen sie kaum einen kannten.