In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXXVI)

7 04 2012

Man rügt Eko in Tangerang,
da er stets vom Beckenrand sprang.
Das sah nicht nur forsch aus,
das Sprungbrett sah morsch aus
und machte es wohl nicht mehr lang.

Der Hiasl, der Metzger in Saxen,
hackt stets von den Schweinen die Haxen.
Die stört das erheblich,
auch wartet vergeblich
er darauf, dass die nun nachwachsen.

Francesco sitzt nachts in Carife
und schreibt wütende Leserbriefe.
Ihm ist seine Zeitung
sonst Nachtzeitbegleitung,
obwohl er ansonsten gern schliefe.

Der Pruntacher Sepp trinkt in Ilz
pro Abend bestimmt siebzehn Pils.
Das lässt ihn verdummen,
und hört man was brummen,
so kommt das aus Leber und Milz.

Es wütete Bashir in Yafran:
die Köchin kocht alles mit Safran.
Die kostbaren Fäden
sind doch nicht für jeden –
man gibt das doch nicht an ein Schaf dran!

Herr Rumplitz zog Bohnen in Planken.
Er knüpfte dazu alle Ranken
ganz senkrecht an Stützen.
Das soll dazu nützen,
dass sie, wenn der Wind pfeift, nicht schwanken.

Für Hans, den Konditor in Strem,
war nichts besser als Buttercreme.
Sie diente für Reste
und war als das beste
Versteck dieser höchst angenehm.