In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (LXXXIX)

28 04 2012

Frau Lorck wollte in Kopenhagen
den Weihnachtsbaum selbstständig schlagen.
Bei vier Metern Tanne
gab’s doch eine Panne:
sie musste ihn auch selber tragen.

Es fährt die Maria aus Gschwand
so gern mit dem Krad über Land.
Sie denkt nicht ans Tanken;
man sieht sie schon schwanken:
nimmt sie für die Fahrt Zwetschgenbrand?

Der Fischer Nu in Luang Prabang
belegte den Jahreshöchstrang,
da er die Sardinen
fischt mit Tüllgardinen.
Kein anderer hat solchen Fang.

Tesfay, der begann einst in Keren
die Mülleimer ständig zu leeren,
die Böden zu fegen,
mit Stroh zu belegen –
weshalb sich nun alle beschweren.

Renata vermisste in Salle
Linguine, Pici und Farfalle.
Die Pasta befand sich
am Boden. Dort wand sich
die Katze und zückt ihre Kralle.

Touré, der sich in Kérouane
vor Schmerzen wand, hatte den Plan,
mit Klinke und Schnüren
den Schmerz nicht zu spüren –
ganz gleich, nur heraus mit dem Zahn!

Der Schladerer Franzl in Pack
probiert sich mit Schleife und Frack.
Den Brautvater schmückt es.
Doch weh, Franzl drückt es
zum Tragen hinein in den Sack.


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