In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XCII)

19 05 2012

Maurice, der gab Order in Erre,
dass man fest die Haustür versperre.
Die Nachbarin hörte
sein Klopfen, das störte.
Zum Glück für ihn wohnt sie Parterre.

Tagtäglich tat Hugo in Sarnen
den Enkel im Treibhaus verwarnen.
Das fruchtete leidlich,
so wuchs unvermeidlich
ein ganzes Gewächshaus mit Farnen.

Es fuhr Jean-François in Le Thil
im Auto, recht schnell, oft und viel.
Es waren nach Jahren
vom stetigen Fahren
die Reifen schon ohne Profil.

Mahmud wurd in Bani Suwaif
Im Sommer die Sahne nie steif.
Doch naht frohe Kunde,
er band seinem Hunde
den Schneebesen nun an den Schweif.

Madeleine schritt recht schnell quer durch Creuse,
man sah es ihr an: sie war böse.
Ihr Haar glänzt aufs Neue
in lieblicher Bläue.
Ein Fehler von ihrer Friseuse.

Herr Glödner, der jagte in Rum
das Tier, dessen lautes Gebrumm
den Raum füllte, manisch.
Dann wurde er panisch.
Denn plötzlich war’s ringsherum stumm…

Romain, der am Markt von La Morte
Kartoffeln sucht, fehlen die Worte.
Vielmehr ist es eines
(und auch nur ein kleines),
es ist dies: der Name der Sorte.


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