In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XCIII)

26 05 2012

Es trank Diego Rotwein in Ger.
Erst ein Glas, dann zwei. Und noch mehr.
Das Ende des Zechers
war nicht Schuld des Bechers.
Sein Kopf war zum Schluss viel zu schwer.

Verwundert sah Schorschl in Schnifis
im Spiegel: „Dass mein Bart so schief is!?“
Sein Sohn schließlich hört es,
er wacht und erklärt es,
dass er darauf, während er schlief, biss.

Verzweifelt rief Carlo in Jenne:
„Bevor ich die Mistviecher trenne,
verschenk ich den Haufen!
Wie konnte ich kaufen
zwölf Hähne und nicht eine Henne!?“

Wenn Paco zur Jagdzeit in Salt
mit Schrot Tag und Nacht um sich knallt,
so liebt er vor allem
dies lärmende Knallen.
Ob er etwas trifft, lässt ihn kalt.

Gamal sah, sein Weib kocht in Sues.
Er sprach: „Wenn ich das nicht im Nu ess,
dann wird’s kalt und fade,
und das wäre schade.“
Die Gattin, die seufzt: „Na, dann tu es.“

Estrella, die schneidert in Les
ein Kleid sich. Der Schnitt macht ihr Stress.
„Je mehr ich hier kürze“,
spricht sie von der Schürze,
„ist auch desto mehr, was ich mess!“

Zur Nachtzeit liegt Erwin in Warth
hellwach, weil er lauscht und er harrt.
Er ängstigt sich kläglich,
die Ruh – unerträglich.
Er schläft erst, wenn’s irgendwo knarrt.


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