In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XCVI)

16 06 2012

Es nächtigt Kwabena in Tafo
im Trocknen gemütlich auf Schlafstroh,
doch ist dies, ganz ehrlich,
nicht so ungefährlich:
dies Häuschen beherbergt den Trafo.

Van Lynden, der radelt von Niel
ganz querfeldein ohne ein Ziel.
Er fährt, wenn er fort ist,
hält an, wo ein Ort ist,
und sucht sich dort ein Fußballspiel.

Frau Tschülcher, die plagt sich in Eschen
mit Bunt-, Koch-, Hand- und feinen Wäschen.
Ihr Mann hasst Maschinen,
gleichwohl sie ihm dienen.
So muss sie’s von Hand kräftig dreschen.

Es lässt Bruder Anton in Putte
zu Hause Sandalen und Kutte.
Ganz weltlich besucht er
als edel Betuchter
die Oper für Così fan tutte.

Juan montiert in Puerto Montt
ein Brett, worauf er sich dann sonnt.
Cecilias Entrüstung,
dass über die Brüstung
das Ding ragt, zeigt, es war gekonnt.

Herr Goossens erfand sich in Wellen
die Klingel, die, anstatt zu schellen
Hausierer verjagte
und manche Verzagte
durch täuschendes Wachhundebellen.

Francesco weckt in Cicerale
den schlafenden Gast viele Male.
Der Chef, der’s bemerkte,
ihn darin bestärkte,
wenn er jedes Mal neu bezahle.