In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XCVII)

23 06 2012

Ernesto bat in Capizzone
sein Weib, dass es ihn nun verschone
mit Linsengerichten
(und sonst Hülsenfrüchten),
doch sie kümmert es nicht die Bohne.

Forellen fischt Jens in Roskilde
und räuchert sie goldig und milde.
Er ließ sich beim Fischen
vom Nachbarn erwischen –
die waren, man ahnt’s schon, nicht wilde.

Ach, Pio belud schwer in Gorno
die Tische mit Pasta al forno –
den Gästen war’s schnuppe,
man ging nach der Suppe.
Jetzt klagt Pio über ein Storno.

Marampudi dichtet in Ajmer
im Wettbewerb als Meisterreimer.
Der Preis, den man zuspricht
ihm für dieses Gedicht
ist – Dichtung für Dichtung – ein Eimer.

Da Vito, der Tankwart in Parre,
nie Geld bekam, weil Joe die Karre
schlicht vollgetankt wegfuhr,
platzt ihm nun die Hutschnur.
Joe zahlt jetzt beim Anblick der Knarre.

Es pflanzte Abdallah in Hais
im Wüstensand Felder mit Mais.
Mann konnt es nicht fassen;
er selbst blieb gelassen,
denn Mais, wusste er, isst man heiß.

Elisa, die musste in Brixen
beim Faschingskostüm reichlich tricksen.
Ein Rock, blaue Schuhe,
ein Strick, dann war Ruhe.
An sich gingen sie ja als Nixen.


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