In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (XCIX)

7 07 2012

Gilberto hört man in Picuí,
wie er wieder mal lauthals schrie.
Das klang nicht nur scheußlich,
man wusste erweislich
nicht, was er sagt, sondern nur, wie.

Herr Tätte versucht sich in Haiba
bei mehreren Kühen als Treiber.
Das ging glatt daneben.
Er kam fast ums Leben,
er sah über sich ihre Leiber.

Es erntet Marçal in Codó
Bananen. An sich wär er froh,
doch, so wie er’s mochte,
ging’s nicht, und er kochte
die Früchte nicht und ließ sie roh.

Es zieht Herr Nai in Champasak
zur Hochzeit heraus aus dem Sack,
den er stets dabei hat
zur Feier der Heirat
Zylinder samt Schuhen und Frack.

Suzana, die sich in Rolante
ein Haus kaufte, fand schnell Bekannte,
da sie rein zum Spaße
quer über die Straße
ein paar Meter Angelschnur spannte.

Alberto beklagte in Fiesse
den Aufruhr der örtlichen Presse.
Man zeigte dort heute
zum Ärger der Leute
auch Bilder von seiner Mätresse.

Olavo verkauft in Caroebe
als Tuchhändler manches Gewebe.
Ob Gaze, ob Seide,
er zeigte sie beide
am liebsten bewegt in der Schwebe.


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