In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CVIII)

8 09 2012

Tongbai kochte Tee in Surin,
der ihr jedoch dünn zu sein schien.
Nach mehreren Stunden
dacht sie, das sollt munden,
und ließ ihn nicht mehr weiter ziehn.

Raoul, dem brennt in Sonsonate
zum zehnten Mal schon seine Kate.
„Das müssen“, so spricht er,
„hier vorn sein die Lichter,
wenn ich mit dem Stroh dran gerate.“

Wenn Ekaphan früh in Pak Kret
erwacht, schaut er, ob der Wind weht.
Dann kommen die Scharen
zum Freiballon fahren,
und rasch ist es für ihn zu spät.

Berhane in Arsi Negele,
gefragt, warum er ständig zähle,
verriet, dies soll stärken,
sich Nummern zu merken,
damit er sich niemals verwähle.

Salakjit, die wusch in Klaeng
viel Wäsche, die sie danach streng
sortiert nach Farbtönen,
um sich zu gewöhnen
an Ordnung statt buntem Gemeng.

Herr Bongo saß in Libreville
und wartete. Doch es blieb still.
Als Miet-Nikolaus er
kam kaum aus dem Haus mehr,
wobei: es war gerade April.

Wanida, die buk in Mae Sot
für die Schwiegermutter ein Brot.
Sonst sind in den Broten
fast nie Pfefferschoten –
es war, sagt man später, sehr rot.