In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CX)

22 09 2012

Am Hang baute Lu in Vwawa
ein Häuschen. Der Boden aus Lava,
der wärmte ihn gründlich.
Doch fragt Lu sich stündlich,
was von dem im Keller schon da war.

Alberto, der Kellner in Hône,
serviert alles nur mit Zitrone.
Bei Fisch mag das munden,
jedoch sagt seit Stunden
der Koch ihm: die Suppen nur ohne.

Als Geiger war Sheikh in Jilib
nicht unter den besten. Er schrieb
ab Berge von Noten,
bis blutig die Pfoten
und Übezeit ihm nicht mehr blieb.

Tesfaye stellt fest, dass in Gode
kein Lied, kein Sonett, keine Ode
gelernt wird. Anstelle
für das Kulturelle
sieht er, nur noch Rap ist in Mode.

Ignatius steht in Chipinge
beim endlosen Fädeln der Ringe
ganz hoch auf der Leiter,
und fädelt auch weiter,
wenn er sieht, dass ihm nichts gelinge.

Akwasi aus Oduponkpehe
beschloss, dass er heut baden gehe.
Jedoch sorgt das Wasser
dafür, dass ganz blass er
herauskam und fror bis zur Zehe.

Es ging morgens Abd in Kasur
durch Stube und Schlafraum und Flur.
Er stolperte, eilte
und schritt und verteilte
die Reste von seiner Rasur.