In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXIII)

13 10 2012

Es ärgert sich Jan in Tschenstochau.
„Wenn ich mir ein Gartenhaus doch bau,
dann wird hier mit Krach fahrn
der Laster der Nachbarn,
in den ich aus Wut dann ein Loch hau!“

Es rührte Herr Bjerrum in Middelfart
Zement an. Doch war nur ein Drittel hart.
Er hatte beim Sand sich
vertan. Bei Verstand sich
schnell zeigt, was passiert, wenn man Mittel spart.

Jadwiga, die hatte in Lyck
zum zweiten Mal schon Lottoglück.
Sie denkt: „Wenn ich spare,
kein Mensch das erfahre,
ahnt keiner, wann ich mich verdrück.“

Herr Kallsberg, der legte in Nes
viel Kraut in ein großes Gefäß.
Er wartet, genauer:
er hofft, es würd sauer,
solange er nur darauf säß.

Als Jerzy und Krzysztof in Guben
im Garten zu graben anhuben,
fand man dort nach Stunden
die beiden verschwunden.
Am Ende sah man nur zwei Gruben.

Duarte, der sich in Uíge
zwei Hunde kauft und eine Liege,
band beiden die Beine
mit einem Stück Leine
dran fest. Schon hat er eine Wiege.

Auf Brautschau geht Marek in Nekla,
denn Fachwissen, das verlangt Thekla.
Er wird schon geschickter.
Bald näht er, schon strickt er
und raubt jetzt ihr Herz gar als Häkler.