Weg mit Schaden

21 10 2012

Katrinchen war ein hübsches Kind,
wie alle jungen Dinger.
Und wie die Damen nun mal sind,
hat sie an jedem Finger
so zwei bis drei, vier Herren, die
ihr Herz recht gern besäßen.
Katrinchen rührt’s nicht. Ach, und sie
neigt dabei noch zu Späßen.
Wer sie zuvor noch so begehrt,
der ist des Bessren nun belehrt.
Das war’s. Kein heißer Liebesschwur –
sie ist allein,
allein,
allein,
allein auf weiter Flur.

Der Generaldirektor ist
seit Jahr und Tag Herr Müller.
Wo er nicht steht, wird nichts vermisst.
Der Mann ist nicht der Knüller.
Dass die AG fast zehn Prozent
verlor, und das im Monat,
das führt dazu, dass alles rennt,
was noch bei ihm den Lohn hat.
Die Flucht setzt ein. Das Werk ist leer.
Es kommt auch keiner für ihn her.
Das war’s. Sie ließen keine Spur –
er ist allein,
allein,
allein,
allein auf weiter Flur.

Jetzt wird es eng. Was da regiert,
das lebt fürwahr gefährlich.
Zu spät – da ist es schon passiert,
schon wieder ist entbehrlich
ein Mensch, die Unschuld in Person
und Muttchens Stolz nicht minder.
Dreck fand sich in der Promotion.
Schon sind sie fort, die Kinder.
Sie strapaziert die Volksgeduld.
Natürlich sind die andern schuld.
Derselbe Lärm. Dieselbe Tour –
sie ist allein,
allein,
allein,
allein auf weiter Flur.


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