In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXV)

27 10 2012

Es schraubt Jean-Philippe in Oissel
die Birne ein. Dann knipst er schnell
sie an, die zum Zwecke
hängt nackt von der Decke.
Ihr Licht ist, man ahnt es, recht grell.

Alberto, der in San Vicente
als Frauenheld galt, lebt von Rente,
die, üppig bemessen,
ihm nichts nützt – stattdessen
zahlt er davon nur Alimente.

Alain baute in Manéglise
ein Häuschen. Dafür nahm er Kies
und Mörtel und Steinchen.
Dann trank er ein Weinchen.
Das Haus wurde schief, wie es hieß.

Giovanna sonnt sich in Madone
auf ihrem Balkon – oben ohne.
Doch guckt nie ein Nachbar.
Das wäre zwar machbar,
doch lohnt’s nicht bei dieser Matrone.

Es sah Didier in Fromentine
im Frühling die Wiesen erblühn.
Was andere freute,
er mied es und scheute
das Grün wegen der Allergien.

Tereng, der oft in Kunkujang
am Morgen mit voller Kraft sang,
nahm Pappe und dämmte
das Haus, und dies hemmte,
so dass kein Ton nach außen drang.

Es klebt Maurice in Hazebrouck
ans Häuschen von außen viel Stuck.
Er wollte nicht spinnen,
er fand nur, von innen,
da sähe man nichts von dem Schmuck.