In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXVI)

3 11 2012

José, der sich in Rebordosa
befasste mit Lyrik und Prosa,
der stellt die Wände
voll Bücher – die Bände,
die schlug er ein. Meistens war’s rosa.

Pompeo, den fand man in Mele
verzweifelt. Ob nicht etwas fehle,
durchsucht er die Schränke,
kippt Tische, stürzt Bänke,
im Glauben, dass man ihn bestehle.

Eugénio beschwert sich in Anta,
man neckte ihn. Sein Opel Manta
erwies sich als gröblich,
so war es auch löblich,
er ist nach dem Verkauf entspannter.

Raimundo stellt fest, in Betim
geht’s ihm mit dem Rheuma nicht schlimm.
„Es schont die Gelenke“,
spricht er, „wie ich denke,
wenn ich täglich acht Stunden schwimm.“

Es rührte sich Ray in Fuseta
trotz Abrisskran nicht einen Meter.
Das Haus, das er baute,
dem Bauamt es graute.
Er kann gar nicht anders. Da steht er.

Es fragte sich Shen in Handan,
die Steno und Tischtennis kann,
da ihr sonst nichts einfällt,
wer sie damit einstellt.
Doch fand sie damit einen Mann.

Maria, die legt sich in Ponte
im Garten hin, wo sie sich sonnte.
Wann immer sie nachsah,
guckt dort auch der Nachbar,
ob er sie auch ja sehen konnte.