In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXVII)

10 11 2012

Es plante Herr Renders in Olen
zwei Reisen, und zwar zu den Polen.
Er dachte, am besten
wär’s jetzt schon, zwei Kästen
zu füllen zum Heizen mit Kohlen.

Enrique, der sucht in Baures
sein Auto. Ein Zufall! da fuhr es
die Straße hinunter,
am Steuer saß munter
sein Sohn, ungerührt. So was Stures!

Frau Gijssels, die fragt in Orp-Jauche,
ob nicht ihr Mann irgendwas brauche.
Sie ging schnell ins Städtchen,
damit nicht im Lädchen
ihr Mann noch vor ihr selbst auftauche.

Man stach bei Kafumba in Ganta
ein Bild auf die Haut. Doch kein Panther,
kein Löwe noch Tiger,
beim Puma auch schwieg er.
Er fand ein Eichhörnchen markanter.

Es stört Herrn Decloedt sich in Peer
am nächtlichen lauten Verkehr.
Sein Nachbar, der Bube,
er drückt auf die Tube
und fährt sinnlos hin dort und her.

Giovanni, der rümpft in Montese
die Nase: „Der schreckliche Käse,
der hier in der Zeitung
zur großen Verbreitung
gedruckt wird – dass ich das noch lese!“

Frau Stassen, die wollte in Raeren
seit Langem mal Straßenbahn fahren,
doch fuhr sie nie gerne
in so weite Ferne.
Sie konnte die Fahrt sich dann sparen.