In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXIX)

24 11 2012

Er grantelt der Franzl in Werfen,
denn statt seine Sinne zu schärfen
beim Nachtmeditieren,
da gehn ihm zu vieren
die Katzen mit Verve auf die Nerven.

Giovanni saß in Monteverde
mal wieder verdutzt auf der Erde.
Hilft kein Daumendrücken,
er rutscht von dem Rücken
und sitzt unten statt hoch zu Pferde.

Melinda, die lebte in Dobl
als Au-pair zum ersten Mal nobel,
doch dann nahm sie leider
für den Gurkenschneider
(er sah halt so aus) einen Hobel.

Cecilio, der ging in Tarata
nur unwillig zum Psychiater,
denn Grund des Besuches
wie auch seines Fluches
war in beiden Fällen sein Vater.

Es suchte sich Zenzi in Gnas
ein Gärtchen mit Blumen und Gras.
Dort zupft sie die Blüten,
und nach ihrem Wüten
stellt sie jede ein in ein Glas.

Es bindet die Kauksi in Muhu
im Wald sich gerade den Schuh zu.
Da wird plötzlich starr sie,
sie denkt noch, es narr sie,
da hört sie den Schrei – ’s ist ein Uhu.

Herr Pavlik sägt in Krakauschatten
sich handbreite Stücke aus Latten.
Er leimt sie zum Meter
und sägt sie klein später,
da sie lange gerade nicht hatten.