In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXLII)

18 05 2013

José befahl in Esposende
Tapete für die Innenwände.
Die jedoch sind schiefe,
und dass dies glatt liefe,
das legt er nun in fremde Hände.

Mulele, der wettet in Kikwit,
da dort manches Pferd um den Sieg ritt.
Sein Sohn gleichfalls wettet,
er meinte, er rettet
die Quote. Er dachte, die stieg mit.

Belmiro in Ponte de Sor
schleppt ab man den Wagen. Er schwor,
die Parkwächter fanden
dort keinen Hydranten.
Er parkte ja schließlich davor.

Alberto, der trank in Farnese
viel Wein, denn es war Zeit zur Lese.
Er dachte, der Keller
füllt sich um so schneller,
ist er einmal leer. Welche These!

Afonso, der in Ermesinde
der Klempner ist, dreht am Gewinde.
Er guckt recht verdrießlich,
doch dies weicht nun schließlich.
Es tröpfelt. Doch eher gelinde.

Es trauert Coffi in Comé,
man stahl ihm das Geld. Das tat weh.
Dann fand man die Reste.
Er sprach drauf aufs Beste:
„Meins war ein volles Portemonnaie.“

Erschöpft war Susana in Fafe,
sie sagt, selten sei’s, dass sie schlafe.
Man sagt, grauslich liegt’s da;
die Nachtzeit verfliegt ja
beim Strichlistenführen der Schafe.


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