In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXLVI)

15 06 2013

Felipe in Agua Caliente
bezog eine stattliche Rente,
was ihn kaum berührte.
Zu Reichtum es führte,
dass er meist den ganzen Tag pennte.

Umberto aus Montefalcione
fuhr mangels des Anschnallgurts ohne.
Es tat ihn verdrießen
der Haken zum Schließen.
Er meint, dass die Nerven es schone.

Plutarco verjagt in El Fuerte
die Kuh, die den Weg ihm versperrte.
Es war dann verschwunden
das Rind für zwei Stunden,
bis es, gut verstärkt, wiederkehrte.

Weil Baboucarr sich in Bakau
ein Auto wünscht, mosert die Frau.
Der Esel, so sagt sie,
sei preiswertes Tragvieh:
zwei Pfund Gras am Tag, ganz genau.

Arturo hat sich Tlaxcala
ein Häuschen gebaut. Doch der Maler
kam nicht. Auf den Garten
muss Blumenschmuck warten.
Er war halt ein säumiger Zahler.

Shafiqa, die hat in Maimana
das Sagen über Eisenbahner.
Bekommt sie Vertretung,
gibt’s sofort Verspätung.
Es gibt keinen besseren Planer.

Armando aß in Ocotlán
vom Grill seinen einzigen Hahn.
Was er nicht bezweckte,
es gab nichts, das weckte.
Jetzt kräht er selbst runter vom Kran.

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