Television Man

3 07 2013

Jene wundervoll präzise Aussage, die unser Verhältnis zu Medium und Gerät beschreibt, verpackt in rhythmischer Tanzmusik: „When the world crashes in, into my living room / television made me what I am.“ Ein Freitagstexter für Kenner und Liebhaber. Ich bin schwer begeistert!

Wie immer habe ich weder Kosten noch Mühe gescheut, damit eine würdige Feier die Übergabe des Pokals begleitet – angesichts der Witterung gibt es Tee, den kann man sowohl heiß als auch kalt genießen, und der Heringssalat hat Zimmertemperatur. Beste Voraussetzungen, ich drehe nun am linken Knöpfchen. Antenne geerdet?

Der doctotte enthüllt ein Stück faszinierender Technikgeschichte, das gar den Verdacht weckt, es könnte damals ja alles schon bei der Radiotheorie begonnen haben. Platz drei:

Das Prinzip des Ghettoblasters war zu Beginn der 60er noch nicht zu Ende gedacht. Hier half erst der sagenumwobene Ingenieur Dr. Dre.

Dass lamiacucina das primäre Interesse sieht, den Dingen auf den Grund zu gehen und sie zu durchschauen – wir erinnern uns an investigative Sendungen mit Heidi Klum und diverse Landwirte, die im Dienste der Aufklärung die Damenwelt unter die Lupe nehmen – bringt uns zu Platz zwei:

Hilde, dreh dich mal um, damit ich mein Nacktsichtgerät testen kann.

Ein kleiner Einschub, wir rühren nochmals andächtig in den Teetassen, und hier präsentiert Doktor Klengel schon das kleine Schälchen auf einem Extra-Kissen, den Publikumspreis, und überreicht ihn feierlich mit Knicks dem :

Der Nahseher konnte sich nie wirklich am Markt durchsetzen.

Doch jetzt, da gilt es. Spannung. Senderausfall? Streikt der Tonkanal? Wo ist die Farbe? Wir sind ja längst im 21. Jahrhundert (und ich lasse die Frage offen, ob das gut ist) und switchen uns zeit- und raumversetzt durch Berge von Bildbrei, ein Schlaraffenland der immerwährenden Verfügbarkeit. Wir kriegen das Ding nicht mehr weg. Platz eins für schaarsen:

Watchever.

Glückwunsch! Ein Blogger, der nach langer Zeit wieder Gastgeber in diesem weltumspannenden Wettbewerb des geschmackvollen Kommentars wird – Hildegard reicht Orangenscheiben, wir aber freuen uns auf Freitag, den 5. Juli. Dann sehen wir uns bei Jörn Schaar aka schaarsen wieder. Noch jemand Tee?


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5 responses

3 07 2013
doctotte

Verdient! Eindeutig!
Und ja, ich hab noch einen im Tee.

3 07 2013
bee

Schade, dass wir einen Rückzieher hatten, aber schön, dass es trotz der Ferien- und [hier klimatische Fehlentwicklung eintragen]-Zeit wieder so viele Teilnehmer waren. Je öfter das Töpfchen hier ist, desto mehr sehe ich: der eigentliche Preis für den Sieger sind die Kommentare in der nächsten Runde.

6 07 2013
Jörn

Oha, ich habe leider erst jetzt gesehen, dass ich gewonnen habe und gehe sofort auf die suche nach einem guten Foto.

6 07 2013
Jörn

So, das Bild ist online, es kann losgehen: http://www.meine-url-ist-laenger-als-deine.de/?p=21325

7 07 2013

Merci für den Publikumspreis. 😉

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