Von den Narren

8 09 2013

Das ist des Narren Los: dass er sein Handeln,
sein eitles Täuschen selber nicht erkennt,
da ihn von der Erkenntnis Weisheit trennt,
sein Unbedachtes von sich zu verwandeln.

Vielmehr will er mit Unvernunft anbandeln,
die ihm als Preis der Freundschaft Blindheit nennt.
So sieht er nicht, wie er sich selber brennt,
wenn Ruß und Rauch die Stube ihm verschandeln.

Es führt kein Weg aus Dunkelheit empor.
Er bleibt, da er nicht zweifelt, reiner Tor.
Ihm ist verschlossen ewig, dass es wahr ist:

das ganze Wesen hängt nicht ab vom Glauben.
Wem seine Zweifel die Gewissheit rauben,
wird weise; der erkennt, dass er ein Narr ist.