In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXI)

28 09 2013

Ronczewski, der sucht in Gestüt
ein Ehweib mit heitrem Gemüt.
Er fand sie; doch wollte
sie nicht, und sie zollte
Missachtung. Sie war von Geblüt.

Herr Rahman, der suchte in Dhaka
zum Umzug sich zwölf Möbelpacker.
Er zahlt schon am Morgen.
Jetzt bleibt zu besorgen:
wo sind sie? Wohl über den Acker.

Agnieszka, die grollt in Dumröse,
dass sie ihr Verlöbnis fast löse,
denn ihr Beihnah-Gatte,
er leugnet’s, er hatte
was mit ihrer Schwester. Wie böse!

Herr Gou sieht die Kirschen in Tai O
erblühen und sagt sich: „Ach sei froh,
dann muss man mit Niesen
sich nichts mehr vermiesen,
denn das geht bei mir jeden Mai so.“

Jastrzębski, wollte in Lüben
am Flüsschen nur einmal nach drüben.
Dort gab’s keine Brücken.
Wollt ihm der Sprung glücken,
so musste er schon kräftig üben.

Camilla entwarf in Vione
fürs Gasthaus ein Schild mit ’ner Krone.
Man speist majestätisch,
doch rein theoretisch
gefragt: ob’s der Krone auch lohne?

Als Marta die Spuren in Fier
im Boden besah, dacht sie: „Vier,
das wäre im Grunde
wie Katzen und Hunde
dann höchst und wahrscheinlich: ein Tier.“