In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXV)

26 10 2013

Alexei, der merkte in Mys,
da man ihn nie mitspielen ließ,
dass ein Meter sechzig
(die Abstammung rächt sich)
beim Basketball nicht viel verhieß.

Es strickte Osvaldo in Ro
aus Wolle sich ’nen Paletot.
Man lachte umfänglich,
der Schnitt war gar länglich.
Es schneite. Da war er ganz froh.

Es sucht Bronislava in Nikel
und hat einen Jungen am Wickel.
Der, der sie verführte,
war’s, den sie erspürte.
Sie kannte ihn gleich ob der Pickel.

Anita, die flucht in Azogues:
den Brief auf dem Postamt, wer wog es?
Statt Porto zu sparen
Half ihr das Verfahren:
was immer es war, jemand flog es.

Marina kam in Zozin-Jurt
beim Dauerlauf bei einem Spurt
zum Stand mit Getränken,
doch statt auszuschenken
stand der dort, der alle anknurrt.

Simon war gefeit längst in Beni,
er sprach: „Ja, ich stoß mir den Zeh nie,
denn morgens in Pfarrhaus
bleibt lange das Licht aus,
dann seh ich die Schranktüren eh nie.“

Es fand Herr Oleschka in Stroitel
am Straßenrand dort einen Beutel.
Ob’s Geld oder Gold war,
ob’s Schicksal ihm hold war,
das blieb, fest verschlossen, Gedeutel.