Recht und billig

3 11 2013

Beim Fischmann ist heut Ausverkauf!
Die Stadt stürmt seinen Stand,
sie kommen schon im Dauerlauf –
man kriegt da allerhand.
Die großen Aale gehen weg,
die Schillerlocke fliegt,
der Fischmann steht und wirbt so keck,
dass alles Hunger kriegt.
Da gibt es Sprotten, Bückling und
die Flundern, fett und kugelrund,
fängt Kind und Jüngling, Frau und Greis
    zum Schleuderpreis!
    Zum Schleuderpreis!

Ach, Maler Kunz, dem sein Geschäft
ist fast schon mausetot.
Die Kinder schrein, das Hündchen kläfft,
doch Kunzen schafft kein Brot.
Es regnet. Und das Geld sitzt knapp.
Es ist kein Land in Sicht.
Die Lage, die würgt alles ab,
was Aufschwung ihm verspricht.
Jetzt inseriert er: „Gut und feil!
Bald ist das Heim viel schöner, weil
ich streiche, male, putze, weiß
    zum Schleuderpreis!
    Zum Schleuderpreis!“

Es koaliert die SPD
und hält sich arg im Zaum.
Stößt nirgends an. Tut keinem weh.
Sieht man sie jemals? Kaum.
Das Dünne da ist Gabriel,
der auf den Zehen geht.
Man zieht’s ihm ab, das bisschen Fell.
Schon wird er fortgeweht.
Was Posten will, des Rückgrat bricht
und macht sich leicht und wiegt auch nicht,
verkauft das Land so schnöd und leis
    zum Schleuderpreis.
    Zum Schleuderpreis.


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