In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXVIII)

16 11 2013

Herr Gantar, der wohnt gern in Kostel
recht preiswert und einfach im Hostel.
Dies ist zum Behufe
des Reisens, Berufe
sind seine: Kurier und Apostel.

Sibilla, die hackte in Bracca
sich Nüsse – da lahmte der Hacker.
Nach langen Versuchen,
nach Proben und Fluchen
gelang ihr das Werk mit dem Tacker.

Herr Hočevar bäckt sich in Grad
Pfannkuchen, dazu gibt’s Salat.
Er hat keinen Essig,
auch Öl hat’s nur mäßig,
deshalb schmeckt die Sache recht fad.

Narciso bemerkt in Cabinda,
ihm fliehen durchs Gatter die Rinder.
Dass sie nicht wegtraben,
gräbt er einen Graben.
Man feiert ihn drum als Erfinder.

Lucija stritt heftig in Ig,
da sie sich rhetorisch verstieg,
denn durchaus nicht wendig
und deshalb beständig
rief sie „Au contraire!“ als Replik.

Imoru verhörte in Tema
zwei Räuber. Er war als Vernehmer
mal Guter, mal Böser,
doch kein Problemlöser.
Die Uhr hab ihm vor, welches Schema.

Als Zoran beim Pendeln in Komen
mal schieflag mit allen Symptomen
bei einem, der kränklich,
fand er es bedenklich:
ein Irrtum sei kein gutes Omen.