In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXIX)

23 11 2013

Herr Ai spiegelt sich in Jilin
im Bad. Dabei sieht er sein Kinn,
das auf und ab hoppelt,
mehr dreifach als doppelt,
und freut sich für diesen Gewinn.

Herr Panh kaufte sich in Stung Treng
jüngst Hosen. Sie waren zu eng.
„Die Mode erwartet“,
sprach er, „recht entartet,
dass ich mich trotzdem hineindräng.“

Frau Qiu lernte just in Hefei
das Billardspiel. Manch einen Dreh
gab sie recht geschicklich
dem Stoß augenblicklich
und damit den Kugeln Effet.

Merlene hörte bis nach May Pen
der Schwestern lautstarkes Geflenn.
„Ihr solltet Euch halten,
ich bin jetzt den Alten
mal los, weil ich mich von ihm trenn.“

Herr Peng, er war Koch in Xingtai,
der schlug fleißig Eier entzwei.
Das Weiße, das Gelbe
gab er in dasselbe
Gefäß. So war’s doch einerlei.

Eliza saß in Pont Cassé
den Tag lang auf dem Kanapee.
Meist las sie, doch niemand
der hier Euphorie fand.
(Bisweilen nahm sie einen Tee.)

Frau Pu hackte Holz in Handan,
mehr Holz, als sie selbst tragen kann.
„Die ist“, spricht sie leise,
„die einzige Weise
von Arbeitsteilung mit dem Mann.“


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