In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXXIII)

4 01 2014

Als Seymour sich duschte in Ghent,
fand er, dass es irgendwo brennt.
Er griff in der Tasche
daneben. Die Flasche
sorgt nun, dass es schmerzt. Permanent.

Wenn Håvard das Licht löscht in Røst,
sorgt er, dass er sich nie entblößt.
Er findet dies kleinlich
und außerdem peinlich,
weil’s gegen Gesetze verstößt.

Priscilla, die hatte in Tolland
im Nachtschrank, was niemals der Zoll fand.
Nicht, dass sie es brauchte
und davon nun rauchte,
es war Souvenir ihr an Holland.

Arnaldo, der klaut in Paredes
die Autos. Zunächst nur Mercedes,
dann Fiat und Porsche,
zuletzt stahl der Forsche
im Auftrag. Da nahm er dann jedes.

Als Teddy die Wäsche in Camden
zum Trocknen aufhing, sah er Hemden,
die er nie getragen
so sauber seit Tagen.
Dies warf ihn in tiefes Befremden.

Gaëtane sang und trank in Vitrolles
ihrer Stimmung entsprechend in Moll.
Sie sang immer weiter,
mitunter auch heiter,
doch war sie zum Schluss stets randvoll.

Adolphus, der starrte in Fyffe
gen Himmel im Winter. Der Reif,
der dann überzog ihn,
der auch überwog ihn
allmählich, er machte ihn steif.


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