In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXXXIV)

22 03 2014

Es ärgern Kiril in Madan
Geräusche. Er steigt auf den Kran
hinauf dreißig Meter.
Doch der Übeltäter
sitzt unten. Es ist nur ein Hahn.

Bei Urmas und Gattin in Maardu
geht’s stets verkehrstechnisch auch klar zu.
Er lenkt recht erbärmlich.
Geduld: eher ärmlich.
Er reicht ihr die Schlüssel, sagt: „Fahr Du.“

Dass Plamen, der Bäcker aus Swoge,
verfüttert Pirogg’ auf Pirogge,
das ärgert die Kunden.
Man hat dort gefunden
die reichlich gerundete Dogge.

Fabián geht heut in Metapán
zum Karneval als Peter Pan.
Man kennt und man liebt sich,
doch mit einundsiebzig
ist er dafür doch später dran.

Jordanka, die bringt nach Belene
den Schnupfen mit. In Quarantäne
sitzt sie vierzig Tage,
sie hat, keine Frage,
inzwischen ganz andere Pläne.

Cele beherbergt in Brembilla
seit Monaten ’nen Mafiakiller.
Der Mann bringt die Kohle,
sie wohnen (zum Wohle
der beiden) längst in einer Villa.

Dass Rosen sich in Slowo Pole
erfolgreich entzog der Kontrolle,
fand er selbstverständlich.
„Das ist“, sprach er endlich,
„mein Bier, ob ich etwas verzolle.“