In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXXXV)

29 03 2014

Es grub einst Tadeusz in Stuhm
im Garten nach Münzen. Der Ruhm,
als er wurde fündig,
der war kurz und bündig.
So war’s auch mit dem Eigentum.

Es fand Grégory, Koch in Meaux,
die Brühwürfel nicht im Depot.
Nach Stunden voll Fluchen
spart er sich das Suchen
sowie die Bouillon. Besser so.

Es trug Stanisław in Zibelle
gar fürsorglich jede Libelle,
die ihn dort umschwirrte
und flog dort und sirrte,
ein in eine lange Tabelle.

Ben hämmerte in Montottone
fürs Heiligenbild an der Krone
mit Krach und Getöse –
dass der sie erlöse
man betet, und sie dann verschone!

Gertruda putzt Kirchen in Wald.
Zwar ist es dort düster und kalt,
sie muss sich oft bücken,
zu ihrem Entzücken
hört sie jedoch oft, wie’s dort hallt.

Es kaufte sich Wilmer in Vina
ein Auto. Das war etwas kleiner
als jenes der Gattin,
doch war’s in der Tat ihm
egal. Denn der Wagen war seiner.

Meist warf Małgorzata in Triebel
die Schale der bräunlichen Zwiebel
hinab. Heute einte,
da sie schrecklich weinte,
die Schale das Ganze im Kübel.