Eierlei

20 04 2014

Frühling lässt die Sonnenstrahlen
durch den Garten schimmern licht,
will mit blauen Bändern malen,
lacht aus Blütenangesicht.
Finchen, Tinchen, Minchen suchen
dort ein kleines Stündchen bald.
(Vatern hört man leise fluchen,
schließlich ist es scheußlich kalt.)
Oh, sie schauen unter Büschen,
um ein Nestchen zu erwischen,
jauchzen in die Frühlingsfeier:
  „Ostereier!
    Ostereier!“

Leise geht das Frühlingsrauschen
auch über den großen Teich.
Dort will man dem Rauschen lauschen
und macht alle Menschen gleich.
Alles liest und alles hört man,
Kanzlerin und Depp und Schaf,
ab und an ist zwar empört man,
und wird wieder treu und brav.
Wichtig ist, die großen Brüder
kaufen bei uns immer wieder.
Dafür ist uns nichts zu teuer!
  Ostereier!
    Ostereier!

Horch, was stapft dort durch die Gräser?
Wenn man die Regierung lässt,
friedlich wie Posaunenbläser
treten sie ins bunte Nest.
Wacker, ohne auszuruhen
wandert’s über Tal und Berg,
Eierschale an den Schuhen,
Knickebein und Zuckerwerk.
„Alles habt Ihr falsch verstanden,
Volk, in allen deutschen Landen,
glaubt uns! Ja, Ihr kennt die Leier:
  hier gibt’s keine
    Ostereier!“


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