In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CLXXXIX)

26 04 2014

Es sagte sich Gottlieb in Gutau:
„Wenn ich so gebannt in die Glut schau,
dann bin ich gutmütig
und gar nicht mehr wütig,
dass ich meinem Weib auf den Hut hau.“

Yo feierte in Praia Grande
Silvester. Es war eine Schande!
Er hatte zum Schmücken
des Hauses, das Lücken
wohl aufwies, nicht eine Girlande!

Der Bertl frisierte in Höhnhart.
„Wenn ich im Salon auf den Fön wart,
dann bleib ich ruhig hocken
und drehe die Locken,
bevor mich das ganze Gestöhn narrt.“

Es schraute Yazmeena in Steele
am Mofa, und zwar am Ventil.
Das ging in die Hose,
nach fest kam schnell lose,
dann pfiff’s, und der Rest hatte Spiel.

Es zeigte Herr Wolf in Kematen
den Garten den wartenden Paten.
Die aber, sie hatten
nur Blumenrabatten
erwartet, und nicht bloß Tomaten.

Es hatte Ángel in Morón
beim Lottogewinn nichts davon.
Nichts sollte ihm nützen,
als sich gut zu schützen,
zumindest empfahl das der Don.

Josefa beschrieb einst in Kefermarkt
den Weg dorthin, wo auch der Schäfer harkt.
Sie sprach so in Bildern,
um dieses zu schildern,
und fast vergaß sie, wo der Schläfer parkt.