In fünf Zeilen um die Welt. Limericks (CXCVIII)

28 06 2014

Es trank Manuela in Sé
zum Frühstück recht gern schwarzen Tee,
zu stark und zu schwach nicht,
sonst wurde sie wach nicht.
Nach Jahren erst fand sie den Dreh.

Es schluckte Afa in Falefa
bestimmt an die fünfhundert Käfer.
Das lag an Insekten,
die nachts ihn bedeckten;
er war eben ein Rückenschläfer.

Regina, die fürchtet in Pena
im Supermarkt nichts so wie Männer,
die sie dort anmachten.
Nur wenige lachten,
schlug sie zu mit dem Warentrenner.

Eládio, der in Meti Aut
ein Häuschen aus Holz für sich baut,
sägt Bretter und Bretter
bei jedwedem Wetter,
weil man sie ihm fortwährend klaut.

Ricardo, der kriegte in Selmes
ein Strafmandat wegen des Helmes.
„Das Blitzen beim Radeln
liegt nicht an den Wadeln,
der Helm stört, wenn ich mich zu schnell mess.“

Wolodymyr angelt in Bels
fürs Weib. Hoch steht er auf dem Fels.
Da bringt er nach Hause
zu fürstlicher Jause
geputzt, filetiert, einen Wels.

Diogo fuhr in Longomel
des Nachts auf der Straße gern schnell.
Was man sah, war nicht er,
er fuhr ohne Lichter.
Sah man ihn, dann war es schon hell.


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